Verbraucherschützer
Banken verstecken Infos über Dispozinsen

Verbraucherschützer sind empört. Aus ihrer Sicht klären Banken ihre Kunden nicht genügend über Dispozinsen auf. Wer wissen will, wie hoch sie sind, müsse viel klicken und suchen.

BerlinBanken klären aus Sicht von Verbraucherschützern ihre Kunden nicht ausreichend für die Überziehungszinsen auf. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) stützte seine am Donnerstag veröffentlichten Vorwürfe auf eine Untersuchung der Werbung für 1346 Girokonten-Typen, die von 371 Banken und Sparkassen angeboten werden.

Die meisten Institute veröffentlichten zwar den Dispozins im Internet. Dieser sei in der Regel aber schwer zu finden. „Verbraucher müssen auf den Internetseiten der Anbieter intensiv suchen, um elementare Informationen zu Dispositionskrediten zu finden”, sagte die Leiterin der Untersuchung, Carmen Friedrich, von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Der Bundesverband monierte, nur bei wenigen Konten werde angegeben, nach welchen Regeln der Disposatz verändert werde. „Von einer Preistransparenz beim Dispokredit sind wir aktuell weit entfernt. Deshalb brauchen wir hierzu konkrete gesetzliche Regelungen.” Der Zins müsse sich an der Marktentwicklung orientieren. Schon in der Vergangenheit haben Verbraucherschützer kritisiert, Banken ließen ihre Kunden bei den Dispozinsen nicht am Zinstief teilhaben. Die Institute verweisen dagegen auf hohe Kosten beim Überziehen der Konten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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