Vergleich
Die besten Kundenkarten

Einzelhändler, Hotels und Airlines möchten ihre Kunden mit Rabattkarten zu höheren Umsätzen animieren. Ein Vergleich zeigt jetzt, welche Karten die besten sind.
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DüsseldorfDas moderne Portemonnaie ist voller Plastik. Bankkarten, Führerschein, Personalausweis und immer mehr Kundenkarten finden sich darin. Letztere versprechen ihren Inhabern Rabatte, Zusatzleistungen oder sonstige Vergünstigungen. Konsum-Konzerne, die solche Karten an ihre Kunden ausgeben, möchten die Bindung zu ihnen verstärken und letztlich zusätzliches Geschäft machen. Aber halten die Karten tatsächlich, was die Firmen ihren Kunden versprechen?

Verbraucher jedenfalls sollten genau hinschauen, denn bei den verschiedenen Karten gibt es zum Teil große Unterschiede. Viele sind an einen Mindestumsatz geknüpft und deswegen wenig attraktiv für die Kunden. Die vermeintlichen Vorteile sind in diesem Fall begrenzt.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Handelsblatts insgesamt 17 Kundenkarten unter die Lupe genommen und auf ihre Tauglichkeit getestet. Dabei wurde zwischen zwei Kartentypen unterschieden: Karten, die ihren Inhabern Rabatte gewähren und solchen, die im Rahmen eines Prämiensystems Bonuspunkte gutschreiben. Bei den Karten ausgebenden Unternehmen standen Unternehmen im Fokus, die eher die gehobene Klientel ansprechen wollen.

In der Unterkategorie Rabattvorteile der Rabattkarten gewann die Karte des Bekleidungsunternehmens Palmers. „Diamond-Club-Mitglieder“ bekommen drei Prozent auf ihre Einkäufe gutgeschrieben. Ab einem Umsatz von 200 Euro kommt ein weiterer Bonus von sechs Euro hinzu. Macht insgesamt einen Rabatt von sechs Prozent für den Kunden. Allerdings hat die Karte ihren Preis: Die Rabatte gibt’s nur für eine Jahresgebühr von zehn Euro.

Auf Rang zwei landete die Kundenkarte von Schuhhändler Görtz. Die Eigentümer erhalten je nach Jahresumsatz einen Gutschein, der drei Jahre gültig ist. Ab dem ersten Euro erhalten die Kunden einen Rabatt von zwei Prozent, ab 100 Euro sind es drei, ab 350 Euro vier -und ab 700 Euro fünf Prozent.

Insgesamt errechnete das Deutsche Institut für Service-Qualität für sämtliche Karten einen Durchschnittsrabatt von 2,97 Prozent bei 500 Euro Umsatz; liegt der Umsatz bei mindestens 6.000 Euro erhält der Kunde im Schnitt einen Nachlass von 3,72 Prozent

Bei den Prämienkarten wurde die Bahn.Bonus-Karte der Deutschen Bahn Testsieger, gefolgt von der Hotelkette Best Western und der Miles&More-Karte der Lufthansa.

Ganz wichtig bei den Karten ist die Datensicherheit. Wer eine Kundenkarte über das Internet beantragt, sollte vorsichtig sein, was seine persönlichen Daten betrifft. Die meisten Unternehmen verlangen nicht nur die Email-Adresse, sondern auch die Telefonnummer. Darüber hinaus werden von zwei Dritteln der Firmen weitere persönliche Daten abgefragt. Dabei sei in der Regel nicht erkennbar, dass es sich um freiwillige Angaben handelte, heißt es in der Studie.

 

Kommentare zu " Vergleich: Die besten Kundenkarten"

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  • Man muss schon ein hirnloses Konsumschaf sein um diesen Schwachsinn mitzumachen ....

  • Die beste Rabattkarte in meinen Augen (hab sie seit 2000) ist und bleibt die Priority Club Rewards (sprich IHG Gruppe, also Hotels wie Holiday Inn, Crown Plaza usw) wo Punkte NIE verfallen. Habe schon viele kostenlose Übernachtungen genossen. A-Club kann man dagegen vergessen. Bestcard von K&L dagegen auch wirklich super. Sogar Geburtstagspunkte bleiben einem - solange nicht genutzt - erhalten. Die LH Miles and More (und ich bin Vielflieger) werde ich wohl kündigen, Leistung zunehmend schlechter, d.h. Punkte verfallen nicht nur, sie haben zunehmend weniger Wert. TOOM Baumarkt war auch früher toll, direkt anständig Rabatt, jetzt nur noch im Nachhinein ab x Punkte im Jahr usw. Forget it. Binden kann man nur zufriedene Kunden, simple as that.

  • Bei allen Kundenkarten verdient nur der Hersteller.
    Einen echten Mehrwert hat der Kunde nicht!
    Ich kenne einen da sind es echte 50% Mehrwert...
    Euer Moralo

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