Zahlungssystem Sepa
Was lange währt, wird endlich gut?

In knapp sechs Wochen müssen Unternehmen ihre Lastschriften und Überweisungen endgültig auf Sepa umstellen. Die Bundesbank ist mit den Fortschritten zufrieden, gibt aber auch Tipps, was Firmen besser machen können.
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DüsseldorfWas lange währt, wird endlich gut? Beim Thema Sepa würden dieser These wohl nur wenige Unternehmen zustimmen. Die Umstellung auf das neue Lastschriftsystem hat sie viel Zeit gekostet und teils hohe Ausgaben verursacht. Der Nutzen des einheitlichen europäischen Zahlungssystems ist vielen dagegen noch nicht klar.

Ursprünglich sollte die Umstellung auf Sepa bereits am 1. Februar abgeschlossen sein. Zwischenzeitlich entschied sich die EU-Kommission jedoch für einen Aufschub bis zum 1. August – zu viele Unternehmen lagen weit hinter dem Zeitplan. Jetzt bleibt den Firmen also noch immer sechs Wochen Zeit, ihre Systeme anzupassen, bevor Kreditinstitute nur noch Zahlungen im neuen Format akzeptieren.

In Deutschland ist die Umstellung von Überweisungen und Lastschriften nach Angaben der Bundesbank inzwischen so gut wie abgeschlossen. „Für die meisten Unternehmen, öffentlichen Kassen und Vereine sind Sepa-Zahlungen inzwischen der Normalfall“, sagt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. „Allerdings gibt es noch einige Nachzügler, die ihre Zahlungsaufträge immer noch im alten nationalen Format einreichen.“

Im Mai 2014 seien knapp 90 Prozent aller Überweisungen Sepa-Überweisungen gewesen. Der Sepa-Anteil bei den Lastschriften habe bei gut 82 Prozent gelegen. „Alle Nachzügler sind angehalten, die verbleibenden sechs Wochen bis zum 1. August 2014 für die Sepa-Umstellung zu nutzen“, sagt Thiele. „Ansonsten drohen Liquiditätsengpässe und Zahlungsverzug.“ Technische Konvertierungen in das Sepa-Format seien zwar grundsätzlich möglich, aber vielfach mit zeitlichem Vorlauf und Kosten verbunden.

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