90 Milliarden Euro Schwarzgeld sollen in der Alpenrepublik liegen
Österreich erteilt Steuerfahndern mehr Auskünfte

Die deutschen Steuerfahnder hoffen, ab Donnerstag den in Österreich versteckten Vermögen leichter auf die Spur zu kommen. Ab dem 2. Februar dürfen sie abfragen, welche Konten und Depots ein Verdächtiger in der Alpenrepublik hat.

DÜSSELDORF. Diese Regelung gilt wegen eines neuen Rechtshilfeabkommens auch für viele andere EU-Länder, wie die WirtschaftsWoche berichtet. "Davon erhoffen wir uns einiges", sagte der Chef der Essener Steuerfahnder, Hans-Joachim Hesse, dem Magazin. Die Ausweitung der umstrittenen deutschen Kontenabfrage auf andere EU-Länder ist nur zulässig, wenn ein Strafverfahren läuft. Österreich ist unter Steuerflüchtlingen zunehmend beliebt, rund 90 Milliarden Euro Schwarzgeld aus Deutschland liegen dort, schätzt Dieter Ondracek, Chef der Deutschen Steuergewerkschaft.

Insgesamt werden laut Ondracek etwa 350 Milliarden Euro unversteuertes Geld im Ausland gehortet, gut die Hälfte davon in der Schweiz und Liechtenstein. In Spanien gehen die Behörden derzeit gegen Steuersünder vor, die Ferienhäuser mit Schwarzgeld gekauft haben, schreibt die WirtschaftsWoche weiter. "Vorher waren diese Leute schwer zu fassen, weil Grundstücke in Spanien nicht immer zentral erfasst sind", sagte Harald von Frantzki, Experte für Steuerfahndung bei der Oberfinanzdirektion Rheinland.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%