Abgeltungsteuer
Das Eigenheim als Sparschwein

Das eigene Heim ist für Deutsche eine beliebte Art, fürs Alter vorzusorgen. Hinter dieser Vorliebe steckt die Angst, im Alter die Miete nicht mehr zahlen zu können. Dabei gehen die Häuslebauer davon aus, dass ihre Immobilie mit Beginn des Ruhestands abbezahlt ist. Ab 2009 können sie gegenüber anderen Vorsorgeanlagen einen weiteren Vorteil für sich verbuchen.

DÜSSELDORF. 57 Prozent der deutschen Mieter wollen lieber in den eigenen vier Wänden statt zur Miete wohnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS). Das hören die Baufinanzierer natürlich gern. Und sie können einen weiteren Trumpf im Werben um Kunden ins Rennen werfen: Wer im Alter sein Ruhesalär mit Zins- und Dividendeneinnahmen aufbessert oder Wertpapiere veräußert, zahlt darauf ab dem Jahr 2009 pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag. Für Kirchenmitglieder kommt auch noch die Kirchensteuer hinzu. Bei immobilienanlagen bleibt dagegen auch ab 2009 alles beim Alten.

Durchkreuzen Arbeitsplatzwechsel oder persönliche Schicksale den Plan, im Eigenheim alt zu werden, wird auch im Fall eines vorzeitigen Verkaufs keine Abgeltungsteuer fällig. Über die Abgeltungsteuer beteiligt sich der Staat auch an Spekulationsgewinnen. Wenn Menschen von der Anschaffung bis zur Veräußerung ununterbrochen und mindestens zwei Jahre durchgehend in ihrem Haus gelebt haben, glaubt das Finanzamt, dass sie in ihrer Bleibe wohnen und nicht mit ihr auf höhere Preise spekulieren wollten.

Zur Altersvorsorge dienen aber nicht nur die Häuser, die selbst bewohnt werden. Manche Menschen kaufen oder bauen Immobilien, um ihr Einkommen statt durch Zinsen und Dividenden durch Mieteinnahmen aufzubessern. Diese Mieteinnahmen sind keine Kapitaleinkünfte und fallen unter Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Sie werden deshalb nicht mit der Abgeltungsteuer, sondern mit dem persönlichen Steuersatz belastet. Wer eine vermietete Immobilie vor der Veräußerung mindestens zehn Jahre hält, muss den Gewinn nicht versteuern.

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