Absetzbarkeit von Darlehenszinsen
Fiskus verlangt eindeutige Belege

Eigentümer von Immobilien, die Darlehenszinsen von der Steuer abziehen wollen, sollten dem Finanzamt akkurate Nachweise über die Verwendung des Kredits vorlegen. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts München hervor.

li DÜSSELDORF. Das Gericht versagte jetzt einem Immobilienbesitzer den Steuerabzug, weil er keinen klaren Nachweis darüber führen konnte, welche Darlehen er ganz oder zum Teil zur Finanzierung von Vermietungsobjekten eingesetzt hatte und welche der Finanzierung der eigengenutzten Immobilie dienten (Az.: 1 K 4060/02).

Darlehenszinsen können steuerlich abgesetzt werden, soweit sie mit einer Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Der Kläger hatte mit mehreren verschiedenen Darlehen sowohl vermietete Immobilien finanziert als auch das von ihm selbst bewohnte Haus. Ein Teil der Darlehen wurde nicht direkt zur Anschaffung oder Herstellung eines Gebäudes verwendet, sondern zwischenzeitlich verzinslich angelegt. Wozu die angelegten Darlehensmittel dann genau weiterverwendet worden waren, blieb unklar. Mit einem weiteren Teil der Darlehen wurde wiederum ein anderes Darlehen umgeschuldet, dessen Verwendung nicht eindeutig erkennbar war. In der Einkommensteuererklärung wollte der Kläger sämtliche Darlehenszinsen abziehen.

Das Finanzamt und das Finanzgericht gaben sich aber mit seiner pauschalen Darlegung nicht zufrieden, dass der Gesamtaufwand für das Vermietungsobjekt unter dem Strich die Höhe der Darlehensmittel deutlich übersteige und deshalb sämtliche Kreditzinsen absetzbar sein müssten. Vielmehr verlangten sie, dass der Kläger die Auszahlung der jeweiligen Darlehensvaluta zum Zweck der Anschaffung der vermieteten Immobilie genau belegen könne.

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