Änderung bei geschlossenen Konzepten geplant
Eichel verunsichert die Fondsanleger

Das Ansinnen von Bundesfinanzminister Hans Eichel, geschlossene Fonds zu stoppen, hat in der Branche Kopfschütteln ausgelöst. Beklagt werden die erneute Verunsicherung der Anleger und ein zu erwartender Verlust von Arbeitsplätzen in der Finanzdienstleistungsbranche, falls Eichels Pläne wahr werden.

dri/rrl BERLIN/DÜSSELDORF. Dem Vernehmen nach will Eichel den Paragraphen 2b des Einkommensteuergesetzes (EstG) soweit ändern, dass Anleger die anfänglichen Verluste eines geschlossenen Fonds nur noch mit späteren Gewinnen desselben Fonds verrechnen können. Eine Verrechnung mit Überschüssen in anderen Einkunftsarten wäre dann nicht mehr möglich.

Christof Schmidt, Steuerkonzeptionär für Medienfonds bei Heussen Rechtsanwälte, sagt: "Wenn es so kommt, wird es extrem schwierig, Anleger für Medienfonds zu finden." Diese Fonds investieren in Filmproduktionen und offerieren ihren risikofreudigen Beteiligten die steuerreduzierende Anfangsverluste von 100 Prozent auf das Beteiligungskapital.

Michael Oehme, Vorstand des Verbands Deutscher Medienfonds, malt die Folgen von Eichels Plan mit drastischen Worten aus: Da wird eine mittelständisch geprägte Branche zum Bauernopfer für die Gegenfinanzierung von Steuersenkungen - bloß weil es politisch ins Feindbild passt. Eichels Vorgehen gegen Steuersparmodelle steht auch im Kontrast zu Bemühungen der deutschen Filmwirtschaft, in Gesprächen mit dem Bundeskanzler neue steuerbegünstigte Fondslösungen für die deutsche Filmindustrie durchzusetzen.

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