Aktuelle Rechtsprechung
Aktienoption bleibt unbesteuert

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass eine vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eingeräumte Aktienkaufoption nicht bereits den Zufluss eines zu besteuernden geldwerten Vorteils bewirkt, sondern erst der spätere Aktienkauf.

Unabhängig davon, ob das Optionsrecht handelbar oder nicht handelbar ist, scheide eine Anfangsbesteuerung aus, befanden die Finanzrichter.

Im Streitfall nahm der Kläger als Arbeitnehmer an einem Aktienkaufoptionsprogramm seines Unternehmens teil. Er erhielt von seinem Arbeitgeber Aktienkaufoptionen, für den verbilligten Erwerb von Anteilen. Als er schließlich die Aktien erwarb, wollte das Finanzamt den Kapitalzufluss besteuern. Der Kläger versuchte dagegen, eine frühe Besteuerung im Zeitpunkt der Einräumung des Optionsrechts zu erreichen.

Der BFH entschied, dass der zu besteuernde geldwerte Vorteil erst ab dem Aktienkauf zufließe. Das Optionsrecht eröffne dem Arbeitnehmer nur eine Chance. Erst mit dem Erwerb der Aktien werde der Vorteil auch realisiert. Dies gelte gleichermaßen für handelbare wie für nicht handelbare Aktienoptionsrechte. Eine Anfangsbesteuerung komme nur in Betracht, wenn der Arbeitgeber sich Optionsrechte am Markt gegenüber einem Dritten verschaffe, denn dann realisiere sich der geldwerte Vorteil bereits bei Einräumung des Rechts.

Maßgeblich für die steuerliche Bewertung sei allerdings nicht der Kurswert der Aktie zum Zeitpunkt der Überlassung, sondern der Wert der Aktie bei Einbuchung in das Depot (Az.: VI R 25/05).

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