Aneinander gebaute Häuser nicht ein Objekt
Verkauf von Straßenzug ist steuerpflichtig

Wer privat ein Grundstück verkauft, muss die Erlöse nicht versteuern - wer das gewerblich tut, dagegen schon.

HB MÜNCHEN. Kein Wunder, dass die Frage, wann ein gewerblicher Grundstückshandel vorliegt und wann nicht, immer wieder die Gerichte beschäftigt. Zwei Zweifelsfälle hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt in neuen Urteilen geklärt.

In dem ersten ging es um die so genannte Drei-Objekt-Grenze. Sie besagt, dass auf das Vorliegen eines gewerblichen Grundstückshandels geschlossen wird, wenn innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb oder der Bebauung von Grundstücken mehr als drei Objekte verkauft werden.

Der BFH stellte nun klar, dass aneinandergrenzende, rechtlich selbstständige Mehrfamilienhäuser auch durch eine Vereinigung oder Zuschreibung nach § 890 BGB nicht zu einem einzigen Objekt zusammengefasst werden können. "Objekt" ist in der Regel das bürgerlich-rechtliche Grundstück oder die mehrere Grundstücke umfassende "wirtschaftliche Einheit".

Im Streitfall hatte der Kläger 1986 bis 1989 mit drei Kaufverträgen insgesamt 449 Wohnhäuser und gewerbliche Einheiten erworben. Im Laufe der Jahre 1989 bis 1992 veräußerte er hiervon mit drei Verträgen 134 Wohnhäuser. Das Finanzamt sah darin einen gewerblichen Grundstückshandel.

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