Arbeitgeber-Pool
Haushaltshilfe nicht absetzbar

Wenn sich mehrere zusammentun, um gemeinsam eine Haushaltshilfe zu engagieren, können nach derzeitiger Interpretation vieler Beamter und Richter die einzelnen Auftraggeber die Lohnzahlungen nicht steuerlich geltend machen. Doch das letzte Wort hat nun der Bundesfinanzhof.

Neun Paare taten sich zusammen und engagierten eine Haushaltshilfe. Laut Arbeitsvertrag sollte sie 35 Stunden pro Woche putzen, in jedem Haushalt gleich lang. 2004 wollte einer der häuslichen Arbeitgeber seinen Teil der Lohnzahlungen an die Haushaltshilfe von der Steuer absetzen - im Rahmen der Regeln für "haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse". Denen zufolge sind zwölf Prozent des Lohns von Vollzeitbeschäftigten absetzbar, bis zu 2 400 Euro im Jahr.

Doch das Finanzgericht Sachsen-Anhalt strich den Steuerabzug: Als Arbeitgeber der Haushaltshilfe gelte nur der Arbeitgeber-Pool - und nicht die einzelnen Mitglieder (1 K 1407/04). Er habe also keinen Anspruch auf den Steuervorteil.

Der Mann hat Revision eingelegt, das letzte Wort hat der Bundesfinanzhof (VI R 1/07). Das Urteil ist unter Juristen umstritten, Betroffene sollten Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einlegen.

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