Arbeitszimmer

Zweimal absetzen ist nicht erlaubt

Wer die Kosten für sein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend machen möchte, hat es oft nicht leicht. Eine klare Absage vom Finanzgericht bekam jetzt ein Steuerzahler, der gleich in zwei Wohnungen arbeitete.
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Ein häusliches Arbeitszimmer kann die Steuern senken - zwei aber nicht. Quelle: dpa
Aktenstapel im Büro

Ein häusliches Arbeitszimmer kann die Steuern senken - zwei aber nicht.

(Foto: dpa)

NeustadtSo mancher Arbeitnehmer muss pendeln und dabei auch größere Entfernungen in Kauf nehmen. Wer sich dafür eine zweite Wohnung am Arbeitsort nimmt, kann die Kosten für die doppelte Haushaltsführung in der Regel steuerlich geltend machen. Anders sieht es allerdings beim Thema Arbeitszimmer aus: Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied jetzt, dass ein Steuerpflichtiger – selbst wenn er aus beruflichen Gründen zwei Wohnungen hat – keine zwei Arbeitszimmer in der Steuererklärung ansetzen kann (Az.: 2 K 1595/13).

Im Streitfall handelte es sich um einen Angestellten, der auch selbstständig tätig war und Seminare und Fortbildungskurse anbot. In seiner Steuererklärung machte er die Kosten in Höhe von knapp 2.575 Euro für beide Arbeitszimmer geltend – das eine in seiner Wohnung in Thüringen, das andere in Rheinland-Pfalz. Begründung: Er benötige in jeder Wohnung einen Arbeitsplatz, um seiner Selbstständigkeit nachzugehen. Das Finanzamt strich jedoch die Aufwendungen für das eine Arbeitszimmer und ließ nur Kosten in Höhe von 1250 Euro zu. Das Finanzgericht schloss sich dieser Sichtweise an.

Grundsätzlich können Ausgaben für ein Arbeitszimmer nur sehr beschränkt in der Steuererklärung untergebracht werden. Die vollständigen Aufwendungen erkennt das Finanzamt lediglich dann an, wenn der Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit im häuslichen Arbeitszimmer liegt. Ist dies nicht der Fall und verfügt der Selbstständige über keinen anderen Arbeitsplatz, dürfen jährlich immerhin noch nachgewiesene Kosten bis zu 1250 Euro als Betriebsausgaben angesetzt werden.

Dieser Höchstbetrag, so argumentierte das Finanzgericht Rheinland-Pfalz, sei sowohl personen- als auch objektbezogen. Daher könne er nur einmal jährlich und nicht zweifach oder mehrfach gewährt werden.

Noch kein höchstrichterliches Urteil
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