Beamte erwarten hohe Fehlerquote
Schützenhilfe für Steuerberater

Das von der neuen Bundesregierung geplante Aus für die Abzugsfähigkeit privater Steuerberatungskosten stößt auf Kritik unabhängiger Experten.

HB BERLIN. Solange das deutsche Steuerrecht so kompliziert sei wie heute, sei es "für Normalbürger kaum zu überblicken, wenn sie die Einkommensteuererklärung ausfüllen", kritisiert Stefan Bach, Steuerexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) das Vorhaben der neuen Bundesregierung. Die Gesetzesänderung würde dazu führen, dass im gewerblichen Bereich jeder Beratungskosten für "steuersparende Konstruktionen" weiter absetzen könne, während Steuerberaterleistungen in den Bereichen Altersvorsorge oder Kinderbetreuung nicht anerkannt würden, so Bach. Dieses Ungleichgewicht bemängelt auch der Wiesbadener Wirtschaftsprofessor Lorenz Jarass.

Beide Experten werden ihre Kritik heute auf einer Sachverständigen-Anhörung im Finanzausschuss des Bundestages vortragen. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung bleiben Beratungskosten für die Ermittlung der Einkünfte wie bisher als Werbungskosten abzugsfähig, nicht aber die Kosten für das Ausfüllen des Mantelbogens und das Erklären privater Kapitaleinkünfte. Diese Änderung ist Teil des ersten Gesetzespakets der neuen Bundesregierung, mit dem sie in den Subventionsabbau einsteigen will.

Zur Debatte im Finanzausschuss stehen außerdem Steuervergünstigungen für Abfindungen und Übergangsgelder sowie für Hochzeits- und Geburtsprämien, außerdem günstige Abschreibungsregeln im Mietwohnungsbau. Sie alle sollen abgeschafft werden. Ebenfalls Thema der Anhörung sind die Abschaffung der Eigenheimzulage ab 1.1.2006 und das Aus für Steuersparfonds rückwirkend zum 11. November 2005.

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