Berufskleidung und Steuern Ein schwarzer Anzug ist keine Uniform

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Arztkittel ist eine Amtstracht
Warum Sie eine Steuererklärung abgeben sollten
Steuererstattung nicht entgehen lassen
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Wer keine Steuererklärung abgibt, weil er dazu nicht verpflichtet ist, dem entgeht im schlimmsten Fall eine ordentliche Steuererstattung. Deutlich unangenehmer wird es für jene, die nicht handeln, obwohl sie eine Erklärung abgeben müssten…

Viel Aufwand bei Pflichtverletzung
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Das Finanzamt kann ohne Begründung für bis zu sieben Jahre rückwirkend eine Steuererklärung verlangen. Interpretiert der Fiskus die Nichtabgabe als Versuch, Steuern zu hinterziehen, können die zuständigen Beamten sogar bis zu 13 Jahre rückwirkend eine Steuererklärung einfordern. „So viele Steuererklärungen auf einmal zu machen ist schwierig und aufwendig“, sagt Christina Georgiadis vom Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Aber es kann noch schlimmer kommen…

Strafzahlung bei Steuerhinterziehung
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„Richtig teuer wird es, wenn tatsächlich eine bewusste oder unbeabsichtigte Steuerhinterziehung ans Tageslicht kommt“, so Georgiadis. Dann drohen Strafzahlungen und im Einzelfall sogar Freiheitsstrafen. Damit es erst gar nicht zur versehentlichen Steuerhinterziehung kommt, lesen Sie im Folgenden, wer eine Steuererklärung abgeben muss.

Warten bis zur Aufforderung
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„Mich hat ja keiner gefragt“ – wer glaubt, sich mit diesem Argument aus der Affäre ziehen zu können, der irrt gewaltig. Die fehlende Aufforderung ist kein Indiz dafür, dass Sie keine Steuererklärung abgeben müssen. Das Finanzamt kann Sie einfach vergessen haben. Oft ist es schlichte Überlastung, die das Finanzamt von der eingehenden Recherche abhält. „Aber in Zeiten der elektronischen Datenverarbeitung kann man davon ausgehen, dass die Maschen im Netz enger werden“, warnt Steuer-Expertin Christina Georgiadis.

Einmal ist immer das erste Mal
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„Das habe ich doch noch nie gemacht“ – auch diese Ausrede lässt der Fiskus nicht gelten. Auch wenn Sie in der Vergangenheit keine Steuererklärung abgeben mussten, kann sich das geändert haben – zum Beispiel durch neue Gesetze oder veränderte Lebensumstände – dazu später mehr…

Keine Automatik
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„Das passiert doch heute alles automatisch“ – bei vielen Daten stimmt das sogar. Arbeitgeber, Banken und viele Krankenkassen melden bereits die Einkünfte ihrer Mitarbeitenden beziehungsweise Kunden an den Fiskus. Richtig ist auch, dass man diese Daten in die eigene Steuererklärung übertragen kann (vorausgefüllte Steuererklärung). Aber das entspricht noch längst keiner Steuererklärung. Ohne eigenes Zutun geht es also nicht.  Doch die Datenübermittlung hat eine wichtige Folge…

Große Entdeckungsgefahr
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„Mit der sogenannten vorausgefüllten Steuererklärung hat das Finanzamt einen recht genauen Überblick, wer wie viele Einkünfte aus welchen Quellen bezieht“, sagt VLH-Expertin Georgiadis. Das bedeute, dass der Fiskus jederzeit nachschauen kann, wer eine Steuererklärung abgeben müsste und das noch nicht getan hat. Als Steuerhinterzieher entdeckt zu werden, dürfte also nur eine Frage der Zeit sein.

Die Bekleidungsvorschrift des Orchesters unterstreiche dies, denn dort sei festgelegt, dass der schwarze Anzug ein festliches Erscheinungsbild des gesamten Orchesters gewährleisten solle. Der Arbeitgeber habe außerdem nicht verboten, dass der Kläger die Kleidungsstücke auch privat trage.

Daher sei eine Benutzung für private Zwecke grundsätzliche möglich und wäre, „bei einem entsprechend festlichen privaten Anlass wie einem runden Geburtstag, einer Hochzeit oder einer Konfirmation, auch üblich“. Das Gericht erklärte, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung selbst dann nicht zum Werbungskostenabzug führen, wenn diese Kleidung ausschließlich bei der Berufsausübung benutzt werde.

Praxistipp:

Nur Aufwendungen für typische Berufskleidung könnten steuerlich geltend gemacht werden. Ausgaben für solche Kleidung sind durchaus als Werbungskosten abzugsfähig. Berufskleidung ist immer dann gegeben, wenn sie objektiv nahezu ausschließlich nur beruflich verwendet werden kann – und wegen der Eigenart des Berufs notwendig ist. Zur typischen Berufskleidung zählen beispielsweise Amtstrachten, der schwarze Anzug des Leichenbestatters oder des katholischen Geistlichen, weiße Arztkittel, uniformähnliche Dienstkleidung von Fluggesellschaften oder Schutzhelme und Sicherheitsschuhe.

Dieser Artikel erschien zuerst bei unserem Kooperationspartner Haufe.de. Ist dieser Steuertipp interessant für Sie? Weitere Beiträge finden Sie auf dem Haufe-Finance-Portal.

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