Bescheinigungen
Diese Formulare retten die Rendite

Anleger sollten sich nicht einfach nur auf die Jahresbescheinigung verlassen.

Detaillierte Angaben macht die Erträgnisaufstellung. Wenn die Bank bereits Steuern abgeführt hat, braucht der Anleger auch die Steuerbescheinigung.

Erträgnisaufstellung

Eine sehr ausführliche Aufstellung, die aber nicht jede Bank automatisch zuschickt und die manchmal extra kostet. Deutsche Bank, HypoVereinsbank und Commerzbank verlangen um die 15 bis 20 Euro. Für Anleger kann sie sich lohnen, denn sie enthält beispielsweise Angaben zu gezahlten Stückzinsen und Zwischengewinnen beim Kauf von Anleihen oder Investmentfonds. Solche Feinheiten fehlen in der Jahresbescheinigung.

Ebenso listet sie die in der Jahresbescheinigung nur als Gesamtsummen aufgeführten Wertpapiererträge im Detail auf. Für ein Depot mit drei Einzelaktien und vier Investmentfonds umfasst die Aufstellung bei der Direktbank CortalConsors schon 16 Seiten. Die Ernüchterung kommt zum Schluss: "Für die Richtigkeit und Vollständigkeit können wir keine Haftung übernehmen", heißt es stets.

Jahresbescheinigung

Anleger bekommen das Papier von Banken, Sparkassen, Bausparkassen und Fondsgesellschaften kostenlos. Experten warnen aber davor, die Angaben ungeprüft in die Steuererklärung zu übernehmen. Nur wenn die Erträge unter zehn Euro im Jahr liegen, können Banken auf den Versand verzichten. Das Finanzamt kann die Jahresbescheinigung anfordern, wenn es den Angaben in einer Steuererklärung nicht traut. Die Jahresbescheinigung enthält Daten für die Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen, privaten Veräußerungsgeschäften (Spekulationsgeschäfte) sowie aus Devisen- und Termingeschäften.

Kapitalerträge wie Zinsen und Dividenden aus in- und ausländischen Quellen werden jeweils in einer Summe aufgelistet und mit Hinweisen versehen, ob sie in die Anlage KAP, AUS oder SO einzutragen sind. Kosten wie beispielsweise Depotgebühren sollten ebenfalls aus der Bescheinigung hervorgehen. Pauschal werden nur 51 Euro als Werbungskosten anerkannt. Wer mehr nachweisen kann, schmälert so seine Steuerlast.

Steuerbescheinigung

Übersteigt die Summe der ausgezahlten Gewinne eines Kunden seinen Freistellungsauftrag, dann führt die Bank die darüber liegenden Steuern gleich selbst an den Fiskus ab und erstellt dafür eine Quittung. Im Einkommensteuerjahresausgleich wird die abgeknöpfte Summe dann mit dem persönlichen Steuersatz verrechnet. Dazu verlangt das Finanzamt die Bescheinigung im Original.

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