Bestechung
Schmiergelder sind steuerpflichtig

Korrupte Manager und Beamte müssen nicht nur mit empfindlichen Strafen rechnen, sondern die Schmiergelder oft auch noch voll versteuern. Das geht aus einem Beschluss des Bundesfinanzhofes (BFH) hervor (XI B 193/06).

Die Richter wiesen die Beschwerde eines Beamten zurück, der sich bei der Vergabe von Aufträgen zur Brückensanierung und zur Graffiti-Beseitigung bestechen ließ. Das Finanzgericht Berlin habe ihn zu Recht verurteilt, hohe Steuern auf die Schmiergelder zu zahlen.

Der Beamte hatte reklamiert, sein illegaler Nebenverdienst sei als "gewerblich" zu qualifizieren - was laut früheren BFH-Urteilen zu einer deutlich niedrigeren Steuerlast geführt hätte. Die Richter stellten jedoch klar, dass eine Gewerblichkeit der Einkünfte bei einem klassischen Korruptionsfall wie diesem nicht infrage komme.

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