Bewirtungskosten
Auch Manager dürfen einladen

Selbstständige können Bewirtungskosten relativ einfach absetzen. Angestellte Manager eigentlich auch, erklärt Marcus Hornig, Steuerberater in der Düsseldorfer Kanzlei Mecklenburg + Hoffmann, im Interview.

Herr Hornig, Selbstständige dürfen Ausgaben für ein Essen mit Geschäftsfreunden oder Mitarbeitern steuerlich geltend machen. Was ist mit angestellten Managern?

Der Bundesfinanzhof hat jetzt entschieden, dass auch leitende Angestellte Ausgaben für die Bewirtung von Mitarbeitern in bestimmten Fällen als Werbungskosten von der Steuer absetzen dürfen.

Unter welchen Voraussetzungen?

Das Einkommen der Führungskraft muss überwiegend von den Leistungen seiner Mitarbeiter abhängen. Im Urteilsfall durfte der Kläger die Kosten einer Gartenparty für die Mitarbeiter absetzen, weil seine Entlohnung zu zwei Dritteln von deren Verkaufserfolgen abhing.

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Wie hoch muss der Anteil des variablen Gehalts sein?

Der Bundesfinanzhof hat keine genaue Grenze genannt. Jede Führungskraft mit variabler Vergütung oder Bonusanspruch sollte jetzt versuchen, solche Ausgaben geltend zu machen. Gute Chancen beim Finanzamt bestehen aus meiner Sicht, wenn das Gehalt zu mehr als 40 Prozent erfolgsabhängig ist. Der Anlass darf aber nicht privat sein. Misstrauisch werden Beamte etwa, wenn die Party auf den Geburtstag des Chefs fällt oder private Freunde eingeladen sind. Sind Geschäftspartner dabei, ist das kein Problem.

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