BFH wies Klage ab
Kredit früher abgelöst – Strafe nicht absetzbar

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem jetzt veröffentlichten Urteil seine Rechtsprechung zur steuerlichen Behandlung von Vorfälligkeitsentschädigungen weiter entwickelt.

HB/mkm MÜNCHEN. Das Gericht entschied, dass ein Hausbesitzer, der seine Darlehensschuld vorzeitig ablöst, um sein bisher vermietetes Haus lastenfrei veräußern zu können, die dafür an die Bank zu entrichtende Vorfälligkeitsentschädigung nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehen darf. Das gilt auch dann, wenn er mit dem Kredit Aufwendungen finanziert hatte, die während der Vermietungstätigkeit als sofort abziehbare Werbungskosten zu beurteilen waren.

Die Kläger hatten im Jahre 1997 ein Haus geerbt. Die Erblasserin hatte ein Darlehen über rund 138 000 Euro aufgenommen, das 1996 in voller Höhe ausgezahlt wurde. In Höhe von etwa 52 000 Euro wurden damit im Laufe der Jahre 1996 bis 1999 Modernisierungsarbeiten bezahlt. Mit dem Rest sollten in Höhe von ca. 72 000 Euro weitere Renovierungsmaßnahmen finanziert werden. Dazu kam es aber nicht mehr, weil die Kläger das Haus 1999 verkauften. Zuvor führten sie das Darlehen in voller Höhe zurück und mussten dafür an die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von etwa 8 800 Euro zahlen. Hiervon machten sie ca. 7 900 Euro als Werbungskosten bei ihren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Der Betrag entsprach dem auf die durchgeführten und geplanten Modernisierungsarbeiten entfallenden Anteil am Gesamtdarlehen.

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