Bundesgerichtshof hebt OLG-Urteil auf
EM-TV-Aktionäre erringen Etappensieg

Kleinaktionäre des abgestürzten Börsenstars EM.TV haben mit Schadenersatzklagen gegen das Unternehmen und dessen frühere Vorstände Thomas und Florian Haffa einen Etappensieg errungen.

ap MÜNCHEN. Wie die Münchener Rechtsanwältin Daniela Bergdolt am Dienstag berichtete, hat der Bundesgerichtshof ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München größtenteils aufgehoben, das die Schadenersatzklagen im Juli 2002 abgewiesen hatte.

Nun müsse sich das Münchener Gericht erneut des Falles annehmen. Die Aktionäre werfen EM.TV und den Haffa-Brüdern vor, bewusst falsche Informationen über die wirtschaftliche Lage der Firma gemacht zu haben. Die Kläger waren aber sowohl vor dem Landgericht als auch in zweiter Instanz unterlegen, da die Richter keinen ausreichenden Zusammenhang zwischen Ad-hoc-Meldungen und ihrem persönlichen Schaden nach dem Einbruch des Aktienkurses sahen. Der BGH habe nun der Revision für alle Kläger stattgegeben, die nach März 2000 EM.TV-Aktien gekauft hätten, sagte die Rechtsanwältin. Die Klage sei zur erneuten Verhandlung an das OLG München zurückverwiesen worden.

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