Deutsche Schwarzgelder auf Liechtensteiner Konten
Liechtenstein-Prozess: Angriffe gegen Gutachter und LLB

Mit Verbalattacken der Verteidigung gegen einen Gutachter und die Liechtensteinische Landesbank LLB ist am Montag vor dem Landgericht Rostock der Prozess um die mutmaßliche Erpressung der LLB fortgesetzt worden.

dpa ROSTOCK. Die Vertretung des Hauptangeklagten Michael F. warf dem psychiatrischen Gutachter vor, bei seiner Beurteilung einseitig zulasten ihres Mandanten vorgegangen zu sein. Zudem versuche die LLB, über einen Anwalt Einfluss auf das Strafmaß für F. zu nehmen. Anfang August hatte die Verteidigung umfangreiche Kontodaten übergeben. Diese Daten spielten am Montag keine Rolle.

In dem Prozess sind drei Männer angeklagt, die rund 2 300 gestohlene Datensätze über mögliche Schwarzgelder von LLB-Kunden erworben und die Bank sowie Kunden damit erpresst haben sollen. Der 48-jährige F. hatte den Handel mit den Daten gestanden, eine Erpressung aber abgestritten. Die Bank soll neun von ausgehandelten 13 Mill. Euro gezahlt haben, bevor die Angeklagten verhaftet wurden.

Ein Kaufmann aus Wilhelmshaven berichtete am Montag als Zeuge, ihm seien im Jahre 2005 von einem "Herrn Neumann" für ihn "geschäftsschädigende Unterlagen" zum Preis von 400 000 Euro angeboten worden. Er habe ihn zwar auf 300 000 Euro heruntergehandelt, eine Geldübergabe habe aber nicht stattgefunden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%