Eigenheimzulage
Getrennt ist oft erfolgreicher

Gut verdienende Ehepaare können unter Umständen sogar dann die Eigenheimzulage erfolgreich beantragen, wenn ihre Einkommen über der Grenze liegen. Das Geheimnis: getrennte Veranlagung.

Ein Ehepaar beantragte für die selbst genutzte Immobilie 2005 Eigenheimzulage. Das für den Antrag entscheidende Einkommen aus den Jahren 2004 und 2005 betrug insgesamt 165 000 Euro. Das Finanzamt lehnte ab, weil die Eheleute mit ihrem Einkommen über der gesetzlichen Grenze von 140 000 Euro lagen. Trotz der anscheinend eindeutigen Rechtslage klagte die Ehefrau. Sie argumentierte, dass sie und ihr Mann sich 2005 getrennt steuerlich veranlagen ließen und sie nur 30 000 Euro verdient habe. Insofern sei es unzulässig, beide Einkommen zu addieren.

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz schloss sich dem an und sprach der Frau den Teil der Eigenheimzulage zu, der ihrem Anteil an der Immobilie entsprach. Entscheidend sei, so die Richter, dass die Ehepartnerin bei getrennten Steuererklärungen nicht schlechter gestellt werden dürfe als eine unverheiratete Lebenspartnerin (5 K 2146/06).

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