Entscheidung des Finanzgerichtes Düsseldorf wurde aufgehoben
Telekom-Bonusaktion müssen versteuert werden

Die beim zweiten Börsengang der Deutschen Telekom für treue Aktionäre ausgegebenen Bonusaktien müssen nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) versteuert werden.

HB MÜNCHEN. Die Bonusaktien, die an die Anteilseigner ausgegeben wurden, wenn sie die normal gezeichneten Aktien bis zum Ablauf einer Haltefrist behielten, seien als Einnahmen aus Kapitalvermögen zu versteuern, urteilte das höchste deutsche Steuergericht in einer am Mittwoch in München veröffentlichten Entscheidung. Der BFH gab damit den Finanzbehörden Recht und hob ein anders lautendes Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf auf. (Az: VIII R 70/02)

In dem Verfahren vor dem BFH ging es um einen Mann, der im Zuge des zweiten Börsengangs der Deutschen Telekom im Juni 1999 neue Aktien des Konzerns zu 43 ? gezeichnet hatte. Da er die jungen Aktien bis zum Ablauf der Haltefrist am 31. August 2000 nicht verkaufte, standen ihm für eine Bonusaktien im Verhältnis von eins zu zehn zu.

Der BFH entschied, die Bonusaktien seien zum Zeitpunkt der Einbuchung in das Depot als Einnahmen aus Kapitalvermögen zu betrachten und zu versteuern. Der Anleger hatte sich dagegen auf den Standpunkt gestellt, die Bonusaktien stellten keinen Ertrag aus einer Kapitalanlage dar, sondern minderten nur den Anschaffungspreis der ursprünglichen Aktien. Der Bundesfinanzhof verwies das Verfahren zur Ermittlung der zu besteuernden Summen an die Vorinstanz zurück.

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