Ertrag der Arbeit
Kostenlose Luxusbleibe ist Arbeitslohn

Die unentgeltliche Nutzung einer Luxus-Wohnung muss auch dann als Arbeitslohn versteuert werden, wenn das Wohnrecht nicht vom Arbeitgeber selbst, sondern von einem Dritten gewährt wird.

ke DÜSSELDORF. Einzige Bedingung: Der finanzielle Vorteil muss sich für den Arbeitnehmer als Ertrag seiner Arbeit erweisen. Mit dieser Begründung wies der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt die Klage einer Frau ab, die kostenlos auf 180 qm residierte, mit Sauna, KFZ-Einstellplatz und Putzservice. Zudem musste sie weder Strom noch Wasser zahlen. Auf ihrem Lohnstreifen waren diese Leistungen gemäß der Sachbezugsverordnung (SachbezV) aber nur mit jährlich rund 3 200 Euro angegeben.

Das schienen nicht nur Finanzamt und Finanzgericht zu wenig - sondern auch dem BFH. Weder ließ er sich auf die Argumentation ein, das Wohnrecht sei nicht vom Arbeitgeber selbst, sondern von einer mit ihm verbandelten Gesellschaft gewährt worden. Die Frau, so der BFH, habe die kostenlose Leistung trotzdem für ihre Arbeit erhalten. Der Umfang des Vorteils sei zudem nicht an den Durchschnittswerten der SachbezV zu messen. Diese sei nicht für derartige Luxus-Fälle geschaffen worden.

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