Expertenrat
Manager können Gehalt aufteilen

Wer für einen internationalen Konzern arbeitet, kann das steuerlich vorteilhaft nutzen. Indem er sich zum Beispiel von Auslands-Töchtern einen Teil des Gehalts zahlen lässt. Rolf Leuner, Steuerberater und Partner der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner, erklärt im Kurzinterview, wie das geht.

Herr Leuner, wenn Manager viel im Ausland sind, können sie ihre Steuerlast deutlich reduzieren. Wie funktioniert das?

Indem sie nicht nur mit dem deutschen Arbeitgeber, sondern auch mit Töchtern im Ausland Arbeitsverträge abschließen und so einen Teil des Gehalts von dort erhalten. Dieser Teil ist dann in dem jeweiligen Land steuerpflichtig, selbst wenn der Wohnsitz weiter hier ist. Das funktioniert auch, wenn Manager nur kurze Zeit im Ausland sind.

Welche Vorteile hat das?

Wer sein Gehalt auf verschiedene Länder verteilt, zahlt wegen der Progression jeweils niedrigere Steuersätze. In Ländern wie Dänemark oder Spanien gelten zudem günstige Pauschalsätze für Gehälter international tätiger Manager. Außerdem werden Aktienoptionen und andere geldwerte Vorteile im Ausland oft niedriger besteuert. Insgesamt lässt sich die Steuerlast um bis zu 50 Prozent senken.

Wann schießt das Finanzamt quer?

Es prüft, ob Manager wirklich in Ländern gearbeitet haben, in denen sie Einkünfte erhalten. Betroffene sollten Reisen deshalb genau dokumentieren. Der auf ein Land entfallende Teil des Gehalts darf nicht zu stark vom Anteil der dort geleisteten Arbeitszeit abweichen.

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