Fallstricke: Vorsicht beim Frühjahrsputz mit Ebay

Fallstricke
Vorsicht beim Frühjahrsputz mit Ebay

Wer nach dem Aufräumen eine Verkaufsaktion bei Ebay startet, kann in juristische und steuerliche Fallen tappen. Große Artikelmengen rufen das Finanzamt auf den Plan. Auch die Gewährleistung kann zum Verhängnis werden.

DüsseldorfEndlich raus mit all dem Pluder, der viel Platz wegnimmt, aber längst nicht mehr gebraucht wird. Der Frühjahrsputz bietet dazu die ideale Gelegenheit – erst recht, wenn es draußen noch stürmt und schneit. Dabei kommt manches zutage, das zum Wegwerfen eigentlich viel zu schade ist und noch versilbert werden kann. Kein Wunder also, dass deutsche Privatverkäufer allein auf der Verkaufsplattform Ebay jeden Monat mehr als 20 Millionen Artikel anbieten.

Jede Minute wird dort ein Kaffeevollautomat verkauft, alle 15 Sekunden ein Kleid und alle drei Sekunden ein Ersatzteil fürs Auto. Handelsblatt Online zeigt, worauf Verkäufer achten sollten, damit sie am Ende tatsächlich einen Gewinn verbuchen können und keine Gewährleistungsansprüche oder gar Klagen am Hals haben. Auch den Zugriff des Finanzamts gilt es zu vermeiden.

Die Gefahren lauern schon bei der Artikelbeschreibung. „Wer bei Ebay etwas verkaufen möchte, muss einige Regeln beachten, ansonsten drohen Abmahnungen und finanzielle Schäden“, warnt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW. So ist es beispielsweise nicht erlaubt, für die Produktbeschreibung ein Foto von der Herstellerhomepage zu kopieren. „Am besten macht man schnell ein eigenes Bild“, rät Tryba.

Auch bei der Verwendung von Markennamen kann es brenzlig werden. „Markennamen in der Artikelbeschreibung sind ein ganz heikles Thema“, sagt Christoph Hoppe, Fachanwalt für IT-Recht bei der Düsseldorfer Kanzlei Kreuzkamp und Partner. „Regelmäßig kein Problem ist das, wenn man ein Produkt selbst bei einem seriösen Händler gekauft hat und den Kaufbeleg vorweisen kann“, so der Anwalt. Bei Artikeln, die auf einem Flohmarkt erworben wurden, sei jedoch höchste Vorsicht geboten.

Passiert der Irrtum nur bei einem einzelnen angebotenen Artikel, kann der private Verkäufer noch ungeschoren davonkommen. „So zum Beispiel, wenn ich gutgläubig einen getragenen Anzug von Hugo Boss versteigere und sich später herausstellt, dass es eine Fälschung war“, so Anwalt Hoppe. Der Käufer kann dann allerdings trotzdem eine Rückzahlung des Kaufpreises verlangen. Anders sehe es aus, wenn gleich mehrere Artikel fälschlicherweise unter einem Markennamen verkauft würden, dann kann der Verkäufer unter Betrugsverdacht und Verdacht der Markenpiraterie stehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%