Filmfonds
Anleger hoffen auf Signal aus München

Tausende Anleger erhoffen sich vom dieser Tage ergangenen Urteil des Landgerichts München gegen Fondsmanager Andreas Schmid (Foto) einen Schub für ihre Schadensersatzklagen. Die Richter hatten den Chef des Fondsanbieters VIP zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

Sie sahen als erwiesen an, dass VIP bei zwei Fonds mit einem Volumen von 635 Millionen Euro nur 20 Prozent der Anlegergelder in die Filmproduktion steckte und so Steuervorteile in dreistelliger Millionenhöhe erschlich. Schmid habe gewusst, dass "die Angaben in den Steuererklärungen falsch waren", so Richterin Huberta Knöringer.

Die Anleger der Fonds haben bereits hohe Steuernachforderungen erhalten. Schadensersatzklagen richten sich vor allem gegen die Commerzbank, die viele Beteiligungen an den Fonds verkauft hat. Die Münchner Richter monieren, dass der Prospekt falsche Angaben zur Steuersituation enthielt - das ist gute Munition für Klagen wegen Falschberatung. Schmid will Berufung einlegen.

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