Finanzamt: Steuererstattung kommt frühestens Ende März

Finanzamt
Steuererstattung kommt frühestens Ende März

Wer seine zu viel gezahlten Steuern beim Finanzamt zurückfordert, braucht Geduld. Zuerst müssen aktuelle Rechtsänderungen berücksichtigt werden. Trotzdem lohnt es sich, die Steuererklärung möglichst früh abzugeben.
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BerlinSteuerzahler in Deutschland müssen wohl mindestens bis Ende März auf Erstattungen vom Finanzamt für 2012 warten. Der Grund: Wie üblich müssen zunächst aktuelle Rechtsänderungen in die Computersoftware der Behörden eingespeist werden.

Dies dauere voraussichtlich bis Mitte März, sagte der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, der Nachrichtenagentur dpa. Er bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Eigenthaler riet, die Steuererklärung dennoch möglichst schnell einzureichen - vor allem, wenn man eine Rückzahlung erwarte. Das sichere einen guten Bearbeitungstermin. „Je länger man wartet mit der Abgabe, umso länger dauert es dann am Ende.“ Die Steuergewerkschaft, die dem Deutschen Beamtenbund angehört, vertritt die Beschäftigten der Finanzverwaltungen in Deutschland. Neben der jährlichen Aktualisierung der Computerprogramme müssten die Finanzämter zu Jahresbeginn auch zugelieferte Daten etwa zu Versicherungsbeiträgen einarbeiten, erläuterte Eigenthaler.

Bestimmte Änderungen für Steuerzahler 2013 können zudem erst mit Verspätung umgesetzt werden. Nach Auseinandersetzungen um Kompromisse des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat im Dezember verschiebt sich etwa die endgültige Entscheidung über die Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages ins neue Jahr. Er soll um 126 Euro auf 8.130 Euro im Jahr erhöht werden.

Aus der Unionsfraktion hatte es geheißen, für Bürger werde es keine Nachteile geben, weil alle Punkte rückwirkend beschlossen werden könnten. Der Bundestag soll sich voraussichtlich im Januar mit den Vermittlungsergebnissen befassen. Danach kann der Bundesrat darüber abstimmen.

 

Kommentare zu " Finanzamt: Steuererstattung kommt frühestens Ende März"

Alle Kommentare
  • in Berlin ist es mir passiert, dass das FA meine ordnungsmässig gezahlte Kfz-Steuer falsch verbucht hat. Innerhalb einer Woche war die Mahnung da, von der falschen eigenen Buchung war dann aber keine Rede mehr.
    Auf meine Est-Rückzahlung (etwa 6.500 €) warte ich nun schon 4 Monate. Die Zinsverluste gehen zu meinen Lasten.

  • Ich würde sogar noch weiter gehen. Die Menschen die arbeiten, sollen gar nicht erst zuviel bezahlen. Dann könnte man sich das ganze Theater mit dem Finanzamt sparen. Ein gerechtes Steuersystem und wir bräuchten auch nicht unzählige Finanzbeamte...

  • letztes jahr musste ich knapp 6 Monate auf meine Rückerstattung durch das Finanzamt Dortmund warten ... dieses Jahr sind es bereits 3 Monate!

  • Ich verstehe es nicht, dass es für die Bearbeitung und damit die verbundene Rückerstattung der zu viel bezahlten Steuern keine Fristen gibt. Für jedes anderes Rechtsverfahren mit dem Staat gibt es Fristen, die auf jeden Fall seitens des Bürgers eingehalten werden müssen, Einspruchsfrist, Widerspruchsfrist, Beschwerdefrist etc. etc., nur für den umgekehrten Fall, sind keine Fristen vorgesehen - warum nicht????

  • Bevor eine Regierung Milliarden nach Griechenland überweist soll diese erst mal dafür sorgen das die eigene Bevölkerung finanziell abgesichert ist und auch zu viel gezahlte Steuern zurück bekommt. Frau Merkel und Herr Schäuble wollen außenpolitisch immer eine Vorreiterrolle spielen.
    Innenpolitisch sind sie totale Nieten.
    Die Menschen die arbeiten sollten gefälligst auch pünktlich alles zurückbekommen was ihnen zusteht.

  • Da der Staat klamme Kassen hat und wohl ein Darlehen aufnehmen muss, um zuviel kassierte Steuern zurück zu erstatten, liegt schon fast die Vermutung nahe, dass das Finanzministerium seine Finger im Spiel hat. Es wäre nicht zu verwundern, wenn von oben herunter die Anweisung ergangen ist, mit der Rückerstattung zu warten, um evlt. Zinsen zu Sparen. Die Hinweise mit der Programmpflege etc. sind plumpe Ausreden der FA-Mitarbeiter, aber die können ja wohl nix dafür.

  • Letztes Jahr musste ich nachzahlen. Nachdem ich alle Formulare Ende Febraur ausgefüllt und abgeschickt hatte, war der Bescheid innerhalb von ZWEI (!!!) Wochen in meinem Briefkasten. Dieses Jahr erwarte ich eine Rückzahlung... Also kann das noch ewig dauern. Wenn der Staat Geld will, dann geht das binnen weniger Wochen, aber wehe er muß zurückzahlen.

  • Das ist doch die totale Verarschung! Das Einkomensteuergesetz für 2012 ist schon etwas älter; Veränderungen brauchen hier nicht eingearbeitet zu werden. Alles ist längst bekannt. Das lächerliche Einlesen von Datensätzen kann auch nicht so lange dauern; es sei denn, dass man alles nochmal manuell erfassen muss!

  • Gibt es denn eine Seite, auf der die relevanten laufenden Verfahren aufgeführt werden? Idealerweise natürlich mit regelmäßigen Aktualisierungen zu dem Stand des Verfahrens.

  • Das neue Jahr kommt ja immer so plötzlich - wie Weihnachten. Ach, da müssen ja noch updates erfolgen - ohhhh!!! Wann machen wir das bloß????

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