Finanzverwaltung legt aktualisiertes Merkblatt vor
Umsatzsteuersätze: Fiskus erleichtert Trennung

Bei Umsätzen mit unterschiedlichen Steuersätzen müssen die aufbewahrungspflichtigen Buchführungsunterlagen nachvollziehbare Hinweise liefern, wie sich die Entgelte auf die einzelnen Steuersätze verteilen. Da die erforderlichen Nachweise je nach Art und Umfang des Geschäfts aber im Einzelfall erheblichen und kaum zumutbaren Aufwand verursachen, kann das Finanzamt nach der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (§ 63 Abs. 4 UStDV) auf Antrag Erleichterungen gewähren.

Hinweise zu den alternativ von der Finanzverwaltung akzeptierten Verfahren liefert das mit BMF-Schreiben vom 5. Januar 2005 - IV A 5 - S 7390 - 1/05 - aktualisierte Merkblatt zur erleichterten Trennung der Bemessungsgrundlagen. Anhand ausführlicher Beispiele wird darin die Anwendung des verbreiteten Aufschlagsverfahrens erläutert. Dem entgegen wird eine Trennung der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlagen nach dem Verhältnis der Eingänge begünstigter gegenüber nicht durch einen niedrigeren Umsatzsteuersatz begünstigter Waren nur in besonders gelagerten Einzelfällen zugelassen.

Wichtig: Das Merkblatt stellt ausdrücklich klar, dass Erleichterungen der Aufzeichnungspflichten zur Trennung der Bemessungsgrundlagen keinesfalls in Betracht kommen, wenn - wie wohl heutzutage üblich - Registrierkassen mit Zählwerken für mehrere Warengruppen oder eine entsprechende andere Speichermöglichkeit eingesetzt wird. Auf die elektronisch gespeicherten Daten dürfen die Finanzbehörden bei digitalen Betriebsprüfungen ohnehin zugreifen.

Quelle: Creditreform Nr.03 vom 01.03.2005 Seite 034

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