Firmenwagen: Dienstwagen gehört nur zu einer Firma

Firmenwagen
Dienstwagen gehört nur zu einer Firma

Wenn Angestellte einen Dienstwagen bekommen, dürfen sie diesen häufig auch privat fahren. Wer aber zusätzlich eine eigene Firma hat und den Wagen für Betriebsfahrten nutzt, kann dabei keine Steuern sparen – vorerst.
  • 0

DüsseldorfWer von seinem Arbeitgeber einen Dienstwagen bekommt, muss die private Nutzung des Fahrzeugs nach der Ein-Prozent-Methode versteuern oder ein Fahrtenbuch führen. Soweit, so klar. Das Finanzgericht Münster musste sich nun aber mit der Frage auseinandersetzen, ob ein Arbeitnehmer, der das Fahrzeug gleichzeitig in einer eigenen Firma nutzt, einen Teil des Sachbezugswerts als Aufwand steuerlich absetzen kann.

Im Streitfall war der Arbeitnehmer kaufmännischer Leiter einer GmbH mit eigenem Dienstwagen. Darüber hinaus war er als selbstständiger Unternehmensberater tätig. Den Wagen nutzte er auch, wenn er zu Beratungsgesprächen mit seinen Kunden fuhr.

Aus diesem Grund wollte er bei der Einkommensteuererklärung 2013 Betriebsausgaben für diese Fahrten abziehen. Hierbei setzte er beim geldwerten Vorteil für die Nutzung des Fahrzeugs für seinen Arbeitgeber auf Basis der Ein-Prozent-Regelung an. Konkret betrug der Sachbezugswert 4968 Euro.

Anschließend ermittelte er einen (fiktiven) Aufwand für die Nutzung des Fahrzeugs in der eigenen Firma. Konkret rechnete er dem Finanzamt vor, dass er den PKW nur zu 70 Prozent für Privatfahrten genutzt habe, 30 Prozent aber auf betriebliche Fahrten entfallen seien.

Daraus ergaben sich nach seiner Rechnung 1490 Euro (30 Prozent von 4968 Euro) steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben. Diese Rechnung akzeptierte das Finanzamt aber nicht, weil für die betriebliche Nutzung auch kein entsprechender Vorteil angesetzt worden sei.

Seite 1:

Dienstwagen gehört nur zu einer Firma

Seite 2:

Finanzgericht lässt Revision zu

Kommentare zu " Firmenwagen: Dienstwagen gehört nur zu einer Firma"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%