Fiskus geht weiter gegen Steuersparmodelle vor
Prozesskostenfonds-Verluste vor Gericht

Der Fiskus setzt sein rigides Vorgehen gegen Steuersparmodelle fort. Jüngstes Opfer sind Prozesskostenfonds.

Diese Gesellschaften finanzieren Gerichtsverfahren, in denen es um Geld geht. Gewinnt der gesponserte Kläger, bekommt der Fonds einen Teil des Geldes. Lukrative Klagen suchen Initiatoren wie Juragent oder Prozessgarant aus und erhalten dafür vorab ein Honorar.

Diese Anfangskosten, denen noch keine Erträge gegenüberstehen, sollten Anlegern laut Plan der Initiatoren steuermindernde Verluste von 80 bis 90 Prozent ihrer Einlage bescheren.

Doch daraus wird nichts. Laut Oberfinanzdirektion Münster müssen die Kosten als Aktiva in der Bilanz angesetzt und über die meist sechsjährige Laufzeit der Fonds abgeschrieben werden (auf Bundesebene abgestimmte Verfügung vom 22. Juli 2005, S 2170 - 118 - St 12 - 33).

Das heißt: Die hohen Anfangsverluste sind passé. Anleger müssen gar damit rechnen, dass ihr Finanzamt nach einer Prüfung des Fonds bereits erhaltene Steuererstattungen zurück will.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 34 vom 18.08.2005 Seite 087

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