Fiskus verdient mit bei Schneeball-System
BFH urteilt gegen geprellte Anleger

Schlechte Nachrichten für Steuerbürger, die auf betrügerische Anlagefirmen hereinfallen: Sie müssen nicht nur auf ihr veruntreutes Kapital verzichten.

ke DÜSSELDORF. Nach zwei neuen Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) dürfen die Finanzämter auch die Scheingewinne besteuern. In den Fällen ging es um ein Schneeballsystem, das zwei Gesellschaften unter der Bezeichnung ICB aufgezogen hatten.

Den Kunden wurde vorgegaukelt, das ihre Gelder angelegt würden. In Wirklichkeit finanzierten die Betrüger Gewinn-Auszahlungen über das vereinnahmte Kapital, um die Anleger so zu weiteren Investments zu veranlassen. Das System brach 1990 zusammen. Den Betrogenen half das freilich wenig. Sie müssen laut BFH die Auszahlungen in jedem Fall als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuern. Denn es komme nicht darauf an, so der BFH, ob sie den Betrug durchschaut hatten oder nicht.

BFH, Az.: VIII R 81/03 u. R 5/02

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%