Freibetrag
Was für Sparer wichtig ist

Der Fiskus will mehr vom Kuchen. Der Freibetrag, bis zu dem er jedermanns Zinsen und Dividenden unangetastet lässt, wird für Singles im Januar auf dann 750 Euro knapp halbiert, für Verheiratete auf 1 500 Euro.

Die Banken kürzen existierende Freistellungsaufträge zum Jahreswechsel automatisch um rund 44 Prozent. Mit den 51 Euro Werbungskostenpauschale liegt das steuerfreie Limit eines Singles dann bei 801 Euro und ist schon verbraucht, wenn 26 700 Euro zu drei Prozent Zinsen angelegt sind. Von jedem Euro über dem 801-Euro-Limit zwackt die Bank 30 Prozent ab. Liegt der persönliche Steuersatz darüber, muss der Sparer nach Abgabe seiner Steuererklärung nachzahlen. Damit ist erst 2009 Schluss, wenn die neue 25-prozentige Abgeltungssteuer gilt.

Tatenlos zusehen muss keiner dem staatlichen Zugriff. Wer gegensteuern will, für den heißt es jetzt: Kapitaleinkünfte verteilen, verringern oder verwandeln. Die Mühe lohnt sich insbesondere für Gutverdiener.

Zinserträge verringern

Nie waren Aktien schöner, steuerlich betrachtet: Anders als Zinsen aus Anleihen oder Festgeld sind Dividenden nur zur Hälfte steuerpflichtig. Das schont den Sparerfreibetrag und ändert sich erst 2009 mit dem Start der besagten Abgeltungssteuer. Auch offene Immobilienfonds, die das Geld im Ausland investiert haben, werden interessanter. Anleger müssen nur den Teil der Ausschüttungen komplett versteuern, die ihr Fonds mit deutschen Immobilien erwirtschaftet hat.

Doch auch unter reinen Zinspapieren gibt es steuerlich interessante Alternativen. Eine davon: Stufenzinsanleihen, die einen überproportional hohen Teil der Zinsen noch in diesem Jahr ausschütten. Eine schlechte Wahl sind dagegen Papiere wie der Bundesschatzbrief Typ B, der die Zinsen am Ende auf einen Schlag ausschüttet. Da sie sich nicht in den Typ A umwandeln lassen, sollten Anleger sie notfalls vor Jahresende aus dem Depot werfen.

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