Für Fachleute entscheidet die Art der steuerlichen Behandlung über Termin der Einführung
Neue Immobilien-Aktien liegen auf Eis

Nach Ansicht von Fachleuten ist derzeit fraglich, ob und wann deutsche Anleger steuerbegünstigte Immobilienaktien, so genannte Reits (Real Estate Investment Trusts) kaufen können. Dies hängt davon ab, in welcher Form der Steuervorteil gewährt wird. Diese Einschätzung wurde auf dem vom Deutschen Aktieninstitut veranstalteten Seminar "Immobilienanlagen am organisierten Kapitalmarkt" deutlich.

rrl FRANKFURT/M. Eckart John von Freyend, Vorstandschef der IVG Immobilien AG, sagte: "Ein eigenes Reit-Gesetz wird frühestens 2008 kommen." Es sei zu prüfen, ob Reits im Rahmen der Neufassung des Investmentgesetzes eingeführt werden könnten. Hintergrund: Es wird nicht mehr damit gerechnet, dass die Bundesregierung vor den Bundestagswahlen das Gesetz in Angriff nimmt. Dagegen wäre die Novellierung des Investmentgesetzes bis zur Sommerpause 2005 möglich.

Ein solches Gesetz würde sich wahrscheinlich an die 1960 in den USA eingeführten Reits anlehnen. Sie sind von der Körperschaftsteuer befreit, sofern sie 90 Prozent des zu versteuernden Gewinns ausschütten. Deutsche Anleger würden allein die Dividende versteuern - unabhängig davon, aus welchen Erträgen sie sich zusammensetzt.

Würde die Besteuerung im Rahmen des Investmentgesetzes geregelt, so würde der Reit zum steuertransparenten Anlagevehikel, wie es auch ein offener Immobilienfonds ist. Steuertransparent bedeutet, dass nicht das Vehikel, sondern allein der Anleger besteuert wird. Die Folge: Die Ausschüttung der Gesellschaft müsste entsprechend der Herkunft der Erträge - etwa in Mieten und Zinsen - zerlegt werden. Für die Gesellschaft wie auch ihre Investoren würde dies zu einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand führen. Privatanleger müssen die so getrennte Ausschüttung an verschiedenen Stellen ihres Steuerformulars eintragen.

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