Gericht stuft Geld vom Chef als Lohn ein
Spendierter Nikotinentzug muss versteuert werden

Eine vom Arbeitgeber bezahlte Raucherentwöhnung muß als geldwerter Vorteil versteuert werden. Das hat jetzt das Finanzgericht Köln entschieden. Die Gesundheitsförderung gilt als Privatsache, auch wenn das Betriebsinteresse hinter der Finanzierung steht.

HB DÜSSELDORF. Eine vom Arbeitgeber spendierte Raucherentwöhnung muss der Arbeitnehmer als geldwerten Vorteil versteuern. Das hat jetzt das Finanzgericht Köln entschieden. Die Entwöhnung der Mitarbeiter sei zuvorderst deren Privatsache, so das Gericht. Es bestätigte damit einen Lohnsteuerhaftungsbescheid, mit dem das Finanzamt einen Zeitungsverlag zur Zahlung von Lohnsteuern für dessen Arbeitnehmer herangezogen hatte.

Um die Einhaltung eines Rauchverbots in den Betriebsräumen zu optimieren und kostenträchtige Raucherpausen abschaffen zu können, hatte der Verlag seinen Mitarbeitern Raucherentwöhnungskurse, Nikotinpflaster und-kaugummi sowie Akupunkturbehandlung und Tabletten finanziert. Das Finanzgericht stellte fest, dass trotz vorhandenen Betriebsinteresses der private Aspekt der Gesundheitsförderung im Vordergrund stehe. FG Köln, Az.: Az. 2 K 3877/02

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