Gerichtsurteile
Richter schenken Pendlern Gehör

Die SPD kündigt an, wieder allen Arbeitnehmern die Pendlerpauschale gewähren zu wollen - und auch die Gerichte zeigen sich weiter großzügig.

So hat das Sächsische Finanzgericht Eltern einen Steuervorteil zugesprochen, die ihre Tochter am Wochenende stets am 80 Kilometer entfernten Ausbildungsort abholten. Die Eltern hatten von den Einkünften der Tochter die Ausgaben für die Wochenendfahrten abgezogen. Denn: Je geringer das steuerpflichtige Einkommen der Tochter, desto höher der "Ausbildungsfreibetrag" für die Eltern.

Der Freibetrag von 924 Euro steht Eltern zu, die Kinder in der Ausbildung finanzieren - schrumpft aber, sobald das Kind mehr als 1 848 Euro verdient. Das Finanzamt strich den Abzug der Familienheimfahrten: Da die Tochter chauffiert werde, dürften die Kosten nicht von ihren Einkünften abgezogen werden. Doch, sagten die Richter (1 K 1676/05). Wem das Auto gehört und wer es fährt, sei für die Entfernungspauschale egal. Das Finanzamt hat Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (III R 44/07).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%