Geschlossene Fonds
Beteiligungen umwandeln

Anleger, die in geschlossene Fonds investieren, müssen auf steuerliche Neuerungen achten. Wolfgang Grieger, Vorstand der Ecovis Steuerberatungsgesellschaft, erklärt, warum.

Herr Grieger, wer Anteile an geschlossenen Fonds erbt oder geschenkt bekommt, muss bald womöglich höhere Steuern zahlen. Warum?

Die Finanzverwaltung argumentiert, dass über einen Treuhänder beteiligte Anleger nur einen Anspruch auf Herausgabe ihres Anteils, aber keine echte Beteiligung an einem Schiff oder einer Immobilie besitzen.

Was heißt das für Erben oder Beschenkte?

Anteile, die Anleger nicht direkt, sondern nur über einen Treuhänder halten, werden in Zukunft erbschaftsteuerlich nicht mehr als Betriebsvermögen behandelt. Damit haben Erben keinen Anspruch mehr auf den Freibetrag von 225 000 Euro und die in der Regel günstige Bewertung des Anteils mit dem Buchwert.

Wie können spendable Anleger die günstigen Steuersätze noch sichern?

Da die Neuregelung für alle Erbschaften und Schenkungen nach dem 30. Juni 2006 gilt, sollten sie ihre über den Treuhänder gehaltene Beteiligung bis dahin in eine Direktbeteiligung umwandeln. Das muss rasch passieren, denn es sind einige Formalitäten notwendig. Wer seinen Anteil sowieso verschenken will, sollte das vor dem Stichtag machen.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 50 vom 08.12.2005

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