Steuern
Gesellschaftsrecht

BGH-Urteil v. 31.1.2005 - II ZR 240/02 - II ZR 240/02



GmbHG §§ 30, 31, 32a, 32b; KO § 32a

a) Die mietweise Überlassung eines Grundstücks an eine GmbH kann eine eigenkapitalersetzende Leistung des Gesellschafters sein. In der Insolvenz über das Vermögen der GmbH hat der Insolvenzverwalter dann das Recht, das Grundstück für den vertraglich vereinbarten Zeitraum - bei einer missbräuchlichen Zeitbestimmung für den angemessenen Zeitraum - unentgeltlich zu nutzen (Bestätigung von BGHZ 109 S. 55 = DB 1989 S. 2470).

b) Wird dem Insolvenzverwalter dieses Recht durch eine Beschlagnahme des Grundstücks im Rahmen einer Zwangsverwaltung entzogen, hat der Gesellschafter den Wert des Nutzungsrechts zu ersetzen (Bestätigung von BGHZ 127 S. 1 = DB 1994 S. 1715; BGHZ 127 S. 17 = DB 1994 S. 2017).

c) Das gilt auch dann, wenn der Insolvenzverwalter das Grundstück an den Zwangsverwalter vor Ablauf der Mietzeit herausgibt.

d) Der Ersatzanspruch setzt aber voraus, dass der Insolvenzverwalter das Grundstück, hätte er es nicht herausgegeben, tatsächlich hätte nutzen können, etwa im Wege der Untervermietung (Bestätigung von BGHZ 127 S. 1 = DB 1994 S. 1715; BGHZ 127 S. 17 = DB 1994 S. 2017).

(BGH-Urteil vom 31.1.2005 - II ZR 240/02)



Quelle: DER BETRIEB, 18.03.2005

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