Helfer-Dokus im TV: Mit RTL in die Steuerfalle

Helfer-Dokus im TV
Mit RTL in die Steuerfalle

Wer ein Preisgeld nicht gewonnen, sondern dafür gearbeitet hat, muss Einkommensteuer zahlen. Doch Spiel und Arbeit lassen sich nicht immer so einfach trennen. Nun haben Finanzbehörden auch noch Sachleistungen im Visier.
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DüsseldorfDas Wohnzimmer ist verlebt, die Küche beinahe schon ein Trümmerhaufen, doch am Geld und Know-How für eine Renovierung fehlt es. Für solche Fälle hält das Fernsehen eine Vielzahl von Helfer-Dokus parat. Ein großes Handwerker-Team rückt an, schafft jede Menge Baumaterial herbei und renoviert vor laufender Kamera die Wohnungen und Häuser der Kandidaten.

Und das alles gibt es einfach so geschenkt? Haben die Show-Teilnehmer die Renovierung denn gewonnen, so wie beispielsweise einen Sechser im Lotto? Oder haben sie sich die Hilfe durch eigene Leistung verdient? Um solche Fragen geht es aktuell bei Überprüfungen der Finanzbehörden. Das Ergebnis könnte für die Fernsehkandidaten am Ende sehr unerfreulich sein: Der Fiskus könnte sie rückwirkend zur Kasse bitten. Glück im Spiel, Pech bei der Steuer?

Den Anstoß dazu hat ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem vergangenen Jahr gegeben (Az.: IX R 6/10). Damals ging es um den Big-Brother-Gewinner Sascha Sirtl und die Frage, ob er sein Preisgeld in Höhe von einer Million Euro versteuern muss. Nach Einschätzung der obersten Finanzrichter musste er seinen sogenannten „Projektgewinn“ als sonstige Einkünfte versteuern. Er habe das Geld gemäß eines Vertrages als „Gegenleistung für sein (aktives wie passives) Verhalten während seines Aufenthaltes im Big-Brother-Haus bekommen“.

Ein typisches Arbeitsverhältnis sei das zwar nicht, so die Richter. Aber der Show-Teilnehmer habe eine sonstige Leistung nach Paragraph 22 Nummer drei, Einkommensteuergesetz erbracht. „Nach diesem Urteil ist davon auszugehen, dass Preisgelder aus allen Casting-Shows, Star-Suchen und ähnlichen Veranstaltungen versteuert werden müssen“, sagt Rechtsanwalt Burkhard Binnewies, der den Big-Brother-Gewinner vertreten hatte. Zwar läuft gegen das Urteil noch eine Verfassungsbeschwerde, „doch die Erfolgsaussichten sind sehr begrenzt“, sagt der Steuer-Experte.

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  • Man kann das gar nicht so verallgemeinern.Wenn ein Hartz4
    Empfänger eine große Summe im Lotto gewinnt,erwarte ich,
    dass ihm Das auch angerechnet wird.Schließlich konnte er
    das Los auch nur auf Steuerzahlerkosten kaufen.Klingt
    blöde,aber das erwarte ich.Er hätte ja auch Lebensmittel
    kaufen können und damit die Tafel entlasten können.Jeder
    setzt so seine eigenen Prioritäten.Ich bin auch nicht
    damit einverstanden,dass Politiker eine steuerfreie
    Aufwandspauschale bekommen.Die leben schon auf der Sonnen-
    seite,und sollten etwas Bescheidenheit zelebrieren,bei
    immer mehr Steuerabgaben für die normale Bevölkerung.Es
    ist eigentlich egal,wen wir am 22.09.2013 wählen,am
    Prinzip wird sich nichts ändern.Nur Steinbrück wäre kein
    guter Kanzler,genauso wie Schröder,nur geldgierig und das
    bei den "Sozies".Einfach lächerlich.

  • Nein, denn die müssen denen nicht die Gehälter weiterzahlen die unter der vorherigen Regierung schnell noch auf lebenszeit unkündbar verbeamtet und dann in den Vorruhestand geschickt wurden. Das ist der Voretil einer Whal mit rechtsnachfolge des Altsystems gegenüber einem Umsturz bei Eroberung deiens Herrschaftsgebietes mit staatsschuldenmäßigem Tabula-Raza. Ist doch kal daß der mit den altlasten günstigere Konditionen bieten kann.

  • mit dieser Einstellung wird die grundgesetzliche Gleichstellung aller verletzt. Da warte ich als freelancer darauf , dass ich meinen Kunden im Rahmen von Gewinnspielchen meinen Lohn an der Steuer vorbeischieben kann. Dieser legalisierte Steuerbetrug geht letztendlich auf Kosten aller anderen die nicht betrügen und verschieben können. Jegliche Einnahme sollte versteuert werden - auch wenn Sie bei einem Steuerzahler im Ausland entsteht. Das schädigt dann auch mich - wäre aber gerechter.

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