Heute beginnt der 67. Deutsche Juristentag in Erfurt
Auf der Agenda: Das deutsche Aktienrecht

Beim 67. Deutschen Juristentag werden die Teilnehmer unter anderem Vorschläge für eine Reform des Aktienrechts entwickeln. Denn die deutschen Vorschriften gelten als zu starr: Andere Länder haben marktfreundlichere Regelungen.

BERLIN. Das deutsche Aktienrecht ist nach Ansicht des Hamburger Rechtswissenschaftlers Klaus-J. Hopt zu starr. "Alle unsere Nachbarstaaten haben ein flexibleres und marktfreundlicheres Aktienrecht", sagte der renommierte Wirtschaftsrechtler dem Handelsblatt vor dem heute beginnenden 67. Deutschen Juristentag (DJT) in Erfurt. Das Aktienrecht müsse stärker dereguliert und differenziert werden. Als einen Lösungsansatz schlug Hopt vor, zukünftig zwischen börsennotierten und nicht börsennotierten Aktiengesellschaften auch gesetzgeberisch mehr zu unterscheiden.

Auf der größten Juristen-Veranstaltung des Jahres befassen sich rund 2 700 Richter, Anwälte und Unternehmensjuristen in sechs Abteilungen mit familien- und arbeitsrechtlichen Fragen, mit der Privatisierung öffentlicher Aufgaben oder den Regeln für die Aktiengesellschaft. Auf der heutigen Eröffnungssitzung sprechen Bundespräsident Horst Köhler und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD). Am Ende des viertägigen Kongresses stimmen die Teilnehmer über konkrete Vorschläge an den Gesetzgeber ab.

Besonders interessiert dürfte der Gesetzgeber auf die Vorschläge des Juristentages zur Reform des Aktienrechts blicken. "Der Einheitstyp, nachdem börsennotierte und nicht börsennotierte Aktiengesellschaften über eine Kamm geschoren werden, entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen", sagte Hopt. Aus Sicht des Wirtschaftsrechtlers gehe es einerseits um einen besseren Anlegerschutz und andererseits um Freiraum für nicht börsennotierte Gesellschaften.

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