Hintergrund
Stichwort: Pendlerpauschale

Mit der Pendlerpauschale können Arbeitnehmer Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte steuermindernd geltend machen.

dpa BERLIN. CDU, CSU und SPD hatten sie zum 1. Januar 2007 grundsätzlich abgeschafft. Für Fernpendler wurde aber eine Härtefallregel eingeführt: Vom 21. Entfernungskilometer an sind 30 Cent pro Kilometer weiterhin steuerlich absetzbar. Die Rückkehr zur vollen Pauschale würde den Staat 2,5 Mrd. Euro kosten.

Mit der Neuregelung wurde das "Werkstorprinzip" eingeführt, wie es etwa in den USA gilt. Danach sind Fahrten zum Arbeitsplatz der Privatsphäre zugeordnet. Die Arbeitssphäre beginnt erst mit Betreten des Arbeitsplatzes. Kosten für Fahrten zur Arbeit sind folglich keine Werbungskosten mehr. Auch in vielen anderen Industrieländern ist eine Entfernungspauschale, wie es sie in Deutschland gab, unbekannt.

Laut Finanzministerium sind 16 Mill. von 27 Mill. Arbeitnehmern von der Neuregelung gar nicht betroffen. Bei 5,5 Mill. gehe es um weniger als zwölf Euro im Monat. Durch den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro, mit dem Werbungskosten pauschal abgegolten werden, ist jede Entfernung zur Arbeit bis 13,9 Kilometer abgedeckt. Für Fernpendler gibt es die Härtefallregel.

2002 profitierten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 16 Mill. Berufspendler von der damaligen Entfernungspauschale, die keine Kilometerbeschränkung vorsah. Die meisten legten nach Erhebungen des "Mikrozensus" vom März 2004 nur kurze Strecken zurück. 2004 lag der Anteil der Nahpendler mit Wegstrecken von weniger als zehn Kilometern bei 52 Prozent. Der Anteil der Fernpendler, die mindestens 50 Kilometer zur Arbeit fuhren, betrug nur fünf Prozent.

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