Immobilienrecht
Mietspiegel

Laut eines Urteils des Bundesgerichtshofes ist es für den Mieter zumutbar, selbst auf den ohne weiteres zugänglichen Mietspiegel zuzugreifen.

Eine Vermieterin in Wiesbaden wollte die Miete erhöhen. Im Brief an den Mieter verwies sie zur Begründung auf den Mietspiegel, legte dieses Dokument ihrem Schreiben aber nicht bei. Sie machte den Mieter nur darauf aufmerksam, wo er den Mietspiegel einsehen könnte – beim Mieterschutzverein Wiesbaden oder im Kundencenter der Vermieterin. Das genügt, meinten die Richter des Bundesgerichtshofes (BGH).

„Damit wird unnötiger Verwaltungsaufwand abgebaut, der von der wesentlichen Frage ablenkt, ob die Mieterhöhung berechtigt ist“, lobt Christian Buch vom Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen das Urteil. Auch Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen, begrüßt erwartungsgemäß das Urteil: „Berechtigte Mieterhöhungsverlangen werden durch Instanzgerichte häufig wegen marginaler Mängel für unwirksam erklärt und verzögert.“ Aktenzeichen: BGH v. 11. März 2009, VIII ZR 74/08

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%