Immobilienrecht: Zuschlag reicht nicht

Immobilienrecht
Zuschlag reicht nicht

Wenn es eine eindeutige Provisionsvereinbarung gibt, muss auch ein Käufer, der eine Immobilie bei einer Zwangsversteigerung erwirbt, zusätzlich die Maklerprovision zahlen . Dies aber nach Ansicht des Oberlandesgerichts Naumburg nur, wenn der Makler auch etwas für den Verkauf getan hat.

Eine Erwerberin hatte sich geweigert den Makler zu bezahlen. In diesem Fall gaben ihr die Richter Recht, denn eine ursächliche Mitwirkung der Maklerin konnte das Gericht nicht feststellen. "Der Zuschlag in der Zwangsversteigerung führt ohne individuelle Vereinbarung zwischen Makler und Kunde nicht zum Provisionsanspruch", stellt Uwe Bethge von der Kanzlei Bethge und Partner klar.

Nur wenn der Makler eine Provision ausdrücklich vereinbaren konnte, falls er beim Verkauf mitwirkte, bekommt er auf jeden Fall Geld. Wo das nicht im Maklervertrag steht, sollte der Makler, "mindestens im Versteigerungstermin anwesend sein und sich für seinen Kunden aktiv beteiligen", rät Anwalt Bethge. Aktenzeichen: OLG Naumburg vom 12 Juni 2008, 9U 16/08

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