Initiative gegen Steuerflucht
Finanzplatz Liechtenstein soll transparenter werden

Liechtenstein will offenbar künftig in Sachen Steuerflucht stärker mit anderen Staaten zusammenarbeiten. Laut einem Zeitungsbericht wird Erbprinz Alois in einer Rede am heutigen Freitag eine entsprechende Initiative vorstellen.

DÜSSELDORF. Der Finanzplatz Liechtenstein soll offenbar transparenter werden. Nach einem Bericht der Zeitung „Financial Times“ plant das Fürstentum eine Initiative zur Lockerung des Bankgeheimnisses. Entsprechende Schritte wolle Erbprinz Alois in einer Rede am heutigen Freitag verkünden, so die Zeitung.

Es gehe nicht darum, das Bankgeheimnis aufzugeben, zitiert die „FT“ den Premierminister des Landes, Otmar Hasler. Aber man wolle mit anderen Nationen zusammenarbeiten in Fällen, in denen das Bankgeheimnis zur Steuerflucht missbraucht werde.

Konkrete Schritte nannte der Premierminister nicht. Denkbar wäre aber etwa, dass Liechtenstein bei Verdacht auf Steuerflucht den zuständigen Steuerbehörden Kontoinformationen preisgibt unter der Zusicherung, dass die Kontoinhaber nicht mit schweren Strafen rechnen müssten.

Mit der Initiative versucht Liechtenstein offenbar, seinem schlechten Image als Paradies für Steuerflüchtlinge entgegenzuwirken. Allerdings muss Erbprinz Alois mit erheblichen Widerständen aus Finanzkreisen des Landes rechnen. Auch der Vater von Prinz Alois, Liechtensteins Staatsoberhaupt Hans-Adam II, könne die Initiative torpedieren, spekuliert die „FT“.

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