Kfz-Haftpflichtversicherung
Mehr als sechs Millionen Autofahrer zahlen weniger

Einmal im Jahr veröffentlicht der GDV die Schadensbilanz der Autofahrer – unterteilt in Regionalklassen. Als Folge ändern sich die Versicherungsverträge. Die Stadt mit der schlechtesten Bilanz liegt in Hessen.

Berlin6,3 Millionen Autofahrer profitieren künftig von einer besseren Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. 4,8 Millionen Autofahrer werden hingegen hochgestuft, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch mitteilte. Für den weit überwiegenden Teil der Versicherungsnehmer - 28,5 Millionen - ändert sich nichts.

Besonders niedrige Regionalklassen gibt es den Angaben zufolge weiterhin für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die beste Schadensbilanz erreichte laut GDV der Zulassungsbezirk Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern.

Dagegen sind die Regionalklassen vor allem in Großstädten und in Teilen Bayerns hoch. Die schlechteste Schadensbilanz attestierte der GDV der hessischen Stadt Offenbach am Main.

Der GDV veröffentlicht einmal im Jahr die Regionalklassen für die insgesamt 415 deutschen Zulassungsbezirke, die jeweils die Schadensbilanz in der Region spiegeln. Es gibt die Klassen für die Kfz-Haftpflicht sowie für die Voll- und Teilkasko-Versicherung.

Bei den Kaskoversicherungen ändert sich aber nur wenig, erklärte der GDV am Mittwoch. Von mehr als 33 Millionen Versicherten ergebe sich lediglich für zwei Millionen eine niedrigere und für knapp 2,4 Millionen eine höhere Klasse.

In der Kfz-Haftpflicht wird die Regionalklasse vor allem von den Autofahrern beeinflusst, die in der fraglichen Gegend wohnen. Ausschlaggebend sind hier laut GDV die Versicherungsleistungen für Dritte nach Unfällen. Bei der Kaskoversicherung spielen unter anderem auch Faktoren wie Diebstähle, Wildunfälle oder Schäden durch „Naturereignisse“ wie Hagel eine Rolle.

Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar 2017.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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