Klage abgewiesen
BGH: Phoenix-Prüfer juristisch nicht haftbar

Die Wirtschaftsprüfer der betrügerischen Pleitefirma Phoenix Kapitaldienst können trotz möglicherweise unzureichender Kontrolle juristisch nicht haftbar gemacht werden. Das folgt aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Donnerstag.

dpa KARLSRUHE. Das Karlsruher Gericht wies eine Regressklage eines Entschädigungsfonds gegen die Firma Ernst&Young ab. Bei einer Sonderprüfung im Jahr 2002 waren deren Wirtschaftsprüfer bei Phoenix Kapitaldienst auf ein Luftkonto hereingefallen.

Weil der Entschädigungsfonds aber keine direkten vertraglichen Beziehungen zu Ernst&Young hatte, scheidet laut BGH ein Regressanspruch aus. Damit wurde ein Urteil des OLG Stuttgart bestätigt.

Die inzwischen insolvente Frankfurter Firma Phoenix Kapitaldienst hatte mit gefälschten Unterlagen Wertpapier-Geschäfte vorgetäuscht und Anleger seit den 90er Jahren um gut 600 Millionen Euro geprellt.

Der Betrug war Anfang 2005 nach einem Wechsel in der Geschäftsführung aufgeflogen. Zwei Ex-Manager wurden im Sommer 2006 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

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