Konzern hat die steuerlichen Probleme bei Bonusprogrammen gelöst
Shell belohnt die Fahrer von Firmenwagen

Shell Deutschland Oil will die Fahrer von Firmenwagen stärker an sich binden. Auch PKW-Fahrer mit Tankkarten, die das Tanken bei mehreren Marken gestatten, sollen künftig bei Shell Bonuspunkte sammeln können. Dies betrifft Flottenkarten von Euroshell sowie vieler Leasingunternehmen, die mit Shell zusammenarbeiten und die Fuhrparks von Unternehmen betreuen.

HAMBURG. Als erster Mineralölgesellschaft in Deutschland sei es Shell gelungen, eine steuerliche Lösung zu schaffen, damit diese Fahrer Prämienpunkte im Rahmen des Kundenbindungsprogramms von Shell sammeln können, sagte ein Firmensprecher. Euroshell, der Betreiber des Tankkartensystems, übernehme für diese Kartennutzer die Lohnversteuerung auf alle Sachgeschenke aus dem Prämienprogramm. Damit müssten sich weder die Tankkartennutzer noch ihre Arbeitgeber um die Versteuerung kümmern. Shell ist mit knapp 900 000 Tankkarten in Deutschland die Nummer zwei hinter Aral.

Shells Kundenbindungsprogramm "Clubsmart" mit fünf Millionen genutzten Karten war wegen der steuerlichen und rechtlichen Aspekte bisher auf private Autofahrer beschränkt. Mit der Erweiterung des Bonusprogramms will das Unternehmen nun die "Wechseltanker" an die Shell-Tankstellen locken "Wir erwarten ein zusätzliches Absatzvolumen von 150 Millionen Litern im Jahr", sagt Shell-Tankstellenchef Istvan Kapitany. Nicht eingeschlossen in das Programm bleiben die Karten für LKW-Fuhrparks sowie die Tankkarten von Unternehmen wie Esso oder DKV, die an Shell-Stationen eingesetzt werden können.

In Deutschland liegt Shell mit 2 146 Stationen - einem Marktanteil von 20 % - bisher hinter Marktführer BP/Aral mit 2 636 Tankstellen, die 22 % Marktanteil auf sich vereinen. BP/Aral gewährt nach Angaben einer Sprecherin die Bonuspunkte der Aral-Stationen bisher nur an die Eigentümer der Tankkarten und nicht an deren Mitarbeiter.

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