Krankenkassenbeiträge
Wie Erstattungen die Steuerabzüge mindern

Gibt es von der Krankenkasse Beiträge zurück, freuen sich Versicherte. Doch drückt die Erstattung unter Umständen die Sonderausgaben, die ein Versicherter absetzen kann. Der Steuertipp der Woche verrät, was zu tun ist.
  • 1

DüsseldorfEine wichtige Position in der Einkommensteuererklärung ist der Sonderausgabenabzug. Dort können Steuerzahler unter anderem Vorsorgeaufwendungen für die Altersvorsorge und die Krankenversicherung geltend machen. Die Aufwendungen können teilweise unbegrenzt, teilweise aber nur begrenzt abgesetzt werden.

Zu den Sonderausgaben, die in voller Höhe abziehbar sind, gehören die Beiträge zur Krankenkasse – allerdings nur die Zahlungen für die Basisabsicherungen. Krankengeld gehört beispielsweise nicht dazu, was zu einer Minderung des abzugsfähigen Betrags führt.

Wie werden aber Rückerstattungen der Krankenkasse steuerlich behandelt? Mit dieser Frage musste sich das niedersächsische Finanzgericht (Urteil v. 18.12.2013, 4 K 139/1) auseinandersetzen. Dem Urteil lag folgender Streitfall zugrunde: Der Kläger hatte in seiner Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 die von ihm geleisteten Beiträge zur Basiskrankenversicherung als Sonderausgaben geltend gemacht.

Im Veranlagungsverfahren zog das Finanzamt jedoch von den für das Jahr 2010 gezahlten Versicherungsbeiträgen die Beitragsrückerstattungen für das Jahr 2009 ab. Denn es fehle aufgrund der Rückerstattung die für den Sonderausgabenabzug erforderliche wirtschaftliche Belastung.

Nachdem der Einspruch erfolglos bliebt, zog der Kläger vor das Finanzgericht mit der Begründung, dass der Abzug der Erstattung zu einem zu einem systemwidrigen Ergebnis führe, weil sich die erstatteten Beiträge in den Jahren vor 2010 nicht in voller Höhe als Sonderausgaben hätten auswirken können.

Seite 1:

Wie Erstattungen die Steuerabzüge mindern

Seite 2:

BFH hat das letzte Wort

Kommentare zu " Krankenkassenbeiträge: Wie Erstattungen die Steuerabzüge mindern"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Auszahlungen der Krankenkasse, also Leistungen der KK sind "Schadensersatz" und wie in anderen Fällen von Schadenersatz steuerfrei zu behandeln.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%