Krankheitskosten Beitragsbonus kontra Steuerbonus

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Doch wer Arztrechnungen selbst zahlt, um seinen Versicherungsbeitrag zu drücken, kommt damit beim Fiskus nicht an.
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Krankheitskosten senken nur teilweise die Steuerlast. Quelle: dpa
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Krankheitskosten senken nur teilweise die Steuerlast.

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CottbusVorsorge kostet Geld. Immerhin: Zum Teil hilft das Finanzamt finanziell aus, denn Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sind steuerlich begünstigt. Die Beiträge zum Basis-Krankenversicherungsschutz können Steuerzahler in der Steuererklärung bei den Sonderausgaben geltend machen.

Voraussetzung ist, dass die Kassen die Höhe der geleisteten Beiträge elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln. Wer Anspruch auf Krankengeld hat, muss sich allerdings gefallen lassen, dass die abzugsfähigen Beiträge um vier Prozent gekürzt werden. Außerdem mindern Beitragserstattungen die abzugsfähigen Beiträge.

Wer eine private Krankenversicherung abschließt, kann in bestimmten Fällen auf Beitragserstattungen setzen. Solche Beitragserstattungen sind etwas anderes als der übliche Selbstbehalt. Beitragserstattungen sollen Anreize bewirken, dass die Versicherung vertraglich vereinbarte Leistungen nicht erbringen muss: entweder, weil der Versicherungsnehmer keine versicherten Schäden erlitten hat oder er solche Schäden nicht geltend macht.

Wenn ein privat versicherter Steuerpflichtiger krankheitsbedingte Aufwendungen selbst zahlt, um eine Beitragsrückerstattung seines Krankenversicherers zu erhalten, kann er diese allerdings nicht steuerlich geltend machen. Das hat jetzt das Finanzgericht Berlin-Brandenburg klargestellt (Az.: 11 K 11327/16). Solche Aufwendungen können weder als Sonderausgaben noch als außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigt werden.

Nach Auffassung des Finanzgerichts entstehen solche Kosten nicht zwangsläufig, denn der Versicherte könnte sich auch an seine Krankenversicherung wenden und die Rechnung bezahlen lassen. Aufwendungen seien nur dann zwangsläufig, wenn sich der Steuerpflichtige ihnen nicht entziehen kann – nicht aber, wenn der Verzicht auf Erstattungsansprüche gegen einen Versicherer wirtschaftlich vernünftig ist.

Kein höchstrichterliches Urteil
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