Mehrere Wochen
Finanzämter brauchen länger für Steuererklärung

In den vergangenen Wochen haben sich etliche Bürger gewundert, dass ihre Steuererklärung noch nicht bearbeitet worden ist. Für die Verzögerung sind die Rentner verantwortlich - wenn auch unbeabsichtigt.

HB MÜNCHEN. "Wir liegen drei Wochen zurück", sagte der Chef der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Dieter Ondracek, der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Statt vier bis sechs Wochen müssten sich die Steuerzahler derzeit bis zu neun Wochen gedulden, bis ihre Erklärung vom Finanzamt bearbeitet werde. In den nächsten Monaten könne die Wartezeit auf bis zu zehn Wochen steigen.

Wegen des verschärften Steuerrechts für Alterseinkünfte müssen in diesem Jahr rund 1,3 Mill. Rentner erstmals eine Steuererklärung abgeben. "Unsere Mitarbeiter müssen daher viele Informationsgespräche mit Senioren führen", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Da kein zusätzliches Personal eingestellt würde, koste dies viel Zeit.

Nach Meinung Ondraceks kostet die Zusatzbelastung aber auch Geld: Weil die Erklärungen nicht so genau geprüft werden könnten wie sonst, entgingen dem Staat rund 2 Mrd. Euro.

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