Mitarbeiterbeteiligung: Steuer auch auf längerfristigen Spekulationsgewinn

Mitarbeiterbeteiligung
Steuer auch auf längerfristigen Spekulationsgewinn

Wenn Manager per Wertpapier am Unternehmen beteiligt sind und wenn sie diese Wertpapiere verkaufen, dann ist der Spekulationsgewinn oft steuerpflichtig, auch wenn die Papiere länger als ein Jahr im Depot lagen.

Ein leitender Angestellter hatte sich 1997 mit Schuldverschreibungen im Wert von 100 000 Mark (51 129 Euro) an seinem Unternehmen beteiligt. Als er Ende 1998 ausschied, erhielt er von seinem ehemaligen Arbeitgeber 138 849 Mark (70 992 Euro) für seine Wertpapiere. Das Finanzamt rechnete den Gewinn von 38 849 Mark (19 863 Euro) den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit zu.

Der Manager legte Widerspruch ein: Die Rückgabe der Zertifikate sei ein privates Veräußerungsgeschäft gewesen und der Gewinn nach Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monate folglich steuerfrei. Die Richter am Finanzgericht Stuttgart sahen das anders: Es bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen den Papieren und der Funktion als Führungskraft. Somit sei der Gewinn steuerpflichtiges Einkommen (6 K 105/06).

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