Nebenkostenabrechnung: Steuern sparen mit Treppenputzen

Nebenkostenabrechnung
Steuern sparen mit Treppenputzen

Für etliche Mieter ist die jährliche Nebenkostenabrechnung der Albtraum des eigenen Zuhauses. Die gute Nachricht: Die üppigen Nachzahlungen können teilweise von der Steuer abgesetzt werden.
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MünchenGerade für 2010/2011 dürften happige Nachzahlungen von bis zu 220 Euro anfallen, lautet die Prognose des Deutschen Mieterbunds. Was nach wie vor wenig bekannt ist: Millionen Mieter können sich dafür Geld vom Finanzamt zurückholen. Der Fiskus beteiligt sich an einem Teil der „zweiten Miete“ - aber nur dann, wenn Steuerzahler die Kosten auch aktiv geltend machen, wie Bernhard Lauscher vom Verein Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) erklärt.

Der Steuerbonus lasse sich einfacher abholen, als viele meinen, sagt Abrechnungsexperte Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund. Grundsätzlich gilt, dass Handwerkerleistungen zur Renovierung, Modernisierung und Erhaltung der eigenen vier Wände in die Steuererklärung gepackt werden dürfen. Das Besondere an der Regelung: Mieter können den Steuervorteil auch dann nutzen, wenn sie die Arbeiten an Wohnung oder Haus gar nicht selbst in Auftrag gegeben haben, sondern ihr Vermieter oder Hausverwalter.

Ansetzbar sind 20 Prozent der Arbeitskosten in der „zweiten Miete“, maximal bis zu 1.200 Euro im Jahr. Millionen Mieter können so ihre Steuerlast direkt drücken.

Nur die Arbeitskosten sind absetzbar

Zu den ansetzbaren Betriebskosten gehören beispielsweise Hausmeistertätigkeiten, Gartenpflege, die Reinigung von Gebäude, Treppenhaus oder Dachrinnen sowie der Winterdienst oder die Gebühren für den Wärmeableser, wie der Deutsche Mieterbund erläutert. Auch die Wartung von Lift, Heizungsanlage oder Warmwassergeräten, die Ungezieferbekämpfung oder regelmäßige Schornsteinfegerarbeiten sind typische Kosten, die umgelegt und von den Mietern bezahlt werden müssen.

Absetzbar sind allerdings nur Zahlungen für die Arbeitsleistung, nicht fürs Material. Beispiel Treppenhausreinigung: Der Lohn für die Putzkraft kann anteilig geltend gemacht werden, aber nicht der Kauf der Scheuermilch.

Sich kümmern kann sich auszahlen, wie der Mieterbund berechnet hat: Fallen für ein Zehn-Parteien-Mietshaus 5.000 Euro Kosten für die Treppenhausreinigung an - davon 800 Euro Sach- und 4.200 Euro Personalkosten - wird jeder Haushalt mit 420 Euro für den Lohn der Putzkraft zur Kasse gebeten. 20 Prozent davon sind steuerlich absetzbar: Macht allein für diesen Posten 84 Euro, um die sich die Einkommenssteuer des Mieters vermindert. Die anderen Ausgaben sind da noch gar nicht berücksichtigt.

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Klare Abrechnung der Betriebskosten

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